Windisch
Weisser Marmor und Blumen: Neuer Platz für Kindergräber ist gesegnet

In einer kleinen ökumenischen Feier wurden am Mittwochabend die neuen Grabstätten für Kinder auf dem Friedhof Windisch eingesegnet. Die Künstlerin Doris Solenthaler verwendete weissen Marmor und Blumen aus Chromstahl, welche den Marmor zieren.

Janine Müller
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Der katholische Priester Ozioma Nwachukwu (links) und der reformierte Pfarrer Peter Weigl führten durch die kleine Segnungsfeier.
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Ozioma Nwachukwu (l.) und Peter Weigl haben in einer kleinen Feier die neuen Kindergrabstätten gesegnet. Die Künstlerin Doris Solenthaler hat weissen Marmor für die Grabstätten gewählt.
Der katholische Priester Ozioma Nwachukwu (l.) und der reformierte Pfarrer Peter Weigl haben in einer kleinen Feier die neuen Kindergrabstätten gesegnet.
Der reformierte Pfarrer Peter Weigl verteilt unter den Anwesenden Rosen, die dann auf die Grabstätten gelegt wurden.
Der katholische Priester Ozioma Nwachukwu besprengt den Platz für die Kindergräber mit Weihwasser.
Auf diesen Marmorsteinen können Eltern Blumenblüten aus Chromstahl einsetzen lassen.
Die Grabstätten für Kinder sind aus weissem Marmor und mit Blumen verziert.
Die Grabstätten für Kinder sind aus weissem Marmor und mit Blumen verziert.

Der katholische Priester Ozioma Nwachukwu (links) und der reformierte Pfarrer Peter Weigl führten durch die kleine Segnungsfeier.

Janine Müller

Etwas vom Schlimmsten, das einer Familie passieren kann, ist der Verlust eines Kindes. Es braucht lange, bis sich Eltern, Geschwister und andere Verwandte von diesem Ereignis erholen. Genau darum ist es wichtig, dass diese Menschen einen Ort zum Trauern haben.

Aus diesem Grund wurde die Künstlerin Doris Solenthaler damit beauftragt, den Kindergräber-Platz auf dem Friedhof Windisch neu zu gestalten. Am Mittwochabend wurde dieser Platz vom reformierten Pfarrer Peter Weigl und dem katholischen Priester Ozioma Nwachukwu in einer kleinen Feier gesegnet.

«Das einzige, das aus dem Paradies übrig geblieben ist, sind die Sterne, die Blumen und die Kinder.» Mit diesem Satz beginnt Ozioma Nwachukwu die kleine Feier, an der sich Vertreter aus den Gemeinden Habsburg, Hausen, Mülligen und Windisch einfanden.

Blumen symbolisieren Schönheit und Vergänglichkeit

Die Künstlerin Doris Solenthaler hat weissen Marmor für die Grabstätten gewählt. «Weiss ist die Farbe der Unschuld», erklärt sie. «Das fand ich passend.» Dort, wo die Urnengräber hinkommen, hat die Künstlerin ein Band aus weissem Marmor eingesetzt. Mit Blumen verzierte Chromstahlplättchen ergänzen die schlichte Schönheit des Marmors. Auch Reihengräber sind für Kindesbestattungen möglich.

An einem dritten Ort hat Solenthaler drei grosse runde Marmorsteine angeordnet. Auch diese sind mit Blumen, welche Schönheit und gleichzeitig Vergänglichkeit symbolisieren, verziert. Eltern, die ein Kind verloren haben, können dann auf diesem Stein eine Blüte aus Chromstahl einsetzen lassen. Die Anwesenden waren sich einig: Es bleibt zu hoffen, dass dieser Platz möglichst leer bleiben wird.

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