Oberflachs
Wein trifft Kunst – ein Stelldichein

Künstler und Winzer aus der Region haben am Räbfescht ihre Werke vorgestellt und edle Tropfen zum Degustieren angeboten.

Carolin Frei (Text und Fotos)
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Räbefescht Oberflachs
7 Bilder
Künstlerin Anna Barbara Mori mit ihrer Installation Reblaus
OK-Präsident Stefan Käser bei der Eröffnungsrede
OK-Mitglied Peggy Portmann führt eine Gruppe durch die Galerien und den Mini-Skulpturenpark
Galerie Zehntenstock mit dem Vogel-Empfangskomitee
Annie Deiss haben es schon von Kindseinen an die Ammoniten angetan
Annamarie und Vic Zumsteg schaffen Skulpuren aus Ton und Paperplay

Räbefescht Oberflachs

Carolin Frei

«Für die Reblaus habe ich gut 100 Rebstöcke verwertet», sagt Installations-Künstlerin Anna Barbara Mori aus Gipf-Oberfrick. Die imposante Laus, die einzig durch perfektes Verkeilen der Rebstöcke zusammengehalten wird, ist nicht zu übersehen. Sie thront vor dem Eingang einer der drei Galerien in Oberflachs, in der 18 Kunstschaffende am Wochenende ihre Werke präsentierten. Nicht zu übersehen etwa auch die Bilder, die Vilma Holdener aus Oberflachs auf Fassdauben zauberte. Sonnenblumen, Schafe und Hühner – passend zum Räbfescht-Thema «Jurapark». Oder aber die Werke von Vic und Annamarie Zumsteg aus Wil. Annamarie hat sich dem Töpfern verschrieben, derweil Vic gerne mit Paperclay und Metall arbeitet. «Paperclay besteht aus zwei verschiedenen Tonarten, denen WC-Papier – ungebrauchtes, versteht sich – beigefügt wird», erklärt er den geladenen Gästen am Eröffnungsanlass am Samstagmittag. «Ein Material, in das man wunderbar Metall hineinverarbeiten kann. Etwa ein ausrangiertes Messer von meinem Rasenmäher», sagt er und schmunzelt.

Auch in die Bilder und Objekte von Annie Deiss aus Herznach fliesst immer wieder einmal etwas «Robustes» ein. Schon von Kindsbeinen an interessierte sie sich für Ammoniten, die sie in kleinen Bruchstücken durchaus auch mal in ein Bild einarbeitet. Meist formt die Fricktalerin die Versteinerungen jedoch aus Gips, Pavatex oder Marmormehl. «Sonst würde es zu schwer», sagt sie. Selbstverständlich waren die Werke der anderen Kunstschaffenden nicht minder spannend. Ob aus Öl, mit Garn verziertem Acryl oder aber Mischtechniken, Aquarelle oder Fotografien – sie boten einen reichen Querschnitt durch das Kunstschaffen. Genauso wie die Objekte und Skulpturen aus Ton, Marmor, Stein, Holz und Bronze.

Das Räbfescht wurde am Samstagmittag von OK-Präsident Stefan Käser eröffnet. Die gut 70 geladenen Gäste, darunter etwa Gemeindevertreter, Vereine, Wein- und Rebfreunde, wurden danach zu einem geführten Rundgang durch die drei Galerien sowie zur «Kleinformation» des Skulpturenwegs eingeladen. Der erneuerte Skulpturenweg oberhalb des Naturfreundehauses Oberflachs wird offiziell am 28. August eröffnet.

Musik und Weinfass-Rollen

Den Besuchern des Räbfeschtes wurden nebst Kunst auch edle Tropfen zum Degustieren geboten. Auf der «Wein trifft Kunst-Strasse» konnten sie sich von der grossen Oberflachser Weinvielfalt überzeugen und mit Spannung das Weinfass-Rollen verfolgen. Für die musikalische Umrahmung zeichneten die Musikgesellschaft Schinznach und die Alphorngruppe Kaisten verantwortlich.