Die Weihnachtszeit ist vorüber, der Tannenbaum ist schon entsorgt oder auf dem besten Weg dahin. Mailänderli, Zimtsterne und Co. bleiben aber als unwillkommenes Andenken auf den Hüften und am Bauch zurück. Den Kampf gegen den Weihnachtsspeck treten viele Leute im Fitnessstudio an. Davide Prezioso, Zumba-Instruktor im Fitnesscenter Windisch, bestätigt diesen rentablen Trend: « Die Leute kommen vor allem im Januar. Im April flacht der Andrang dann eher wieder ab.» Auch im Brugger Fitnesscenter «Vitasport» präsentiert sich die Lage ähnlich.

Abo-Verkauf nimmt zu

Die Fitnesscenter sind aber nicht die einzigen, die davon profitieren, dass die Brugger und Windischer ihre Kilos wieder loswerden wollen: Auch das Frei- und Hallenbad Brugg vermerkt eine kurzfristige Zunahme an Schwimmern. Die Nachfrage nach Aquafit-Angeboten wäre über Neujahr aber konstant geblieben, sagt Chef-Bademeister Daniel Kuster.

Dass sich viele Leute aus der Region vorgenommen haben, sich im neuen Jahr vermehrt sportlich zu betätigen, zeigt sich am flächendeckenden Anstieg des Abonnement-Verkaufs. Dies war neben dem Fitnesscenter Windisch auch in Brugg bei «Vitasport» und im Hallenbad der Fall.

Kunden jeglichen Alters

War es früher praktisch ausnahmslos die Jugend, die ihren Körper stählen und nach den kalorienreichen Festtagen wieder auf Vordermann bringen wollte, sind die Altersgruppen heutzutage durchmischter. «Heute finden auch ältere Menschen den Weg zum Fitnessstudio; der Zugang ist einfacher geworden», meint Roland Zehnder, Geschäftsführer von «Vitasport» in Brugg. Auch besuchen nicht, wie vermutet, mehr Männer als Frauen Sporteinrichtungen – die Gender-Quoten seien recht ausgeglichen.

Trotzdem, ein Trend bezüglich Geschlechter-Vorlieben ist auszumachen: Im Fitnesscenter in Windisch beispielsweise würden sich mehr weibliche als männliche Teilnehmer für Gruppenangebote wie Zumba oder Pilates anmelden – die Männerwelt bevorzuge laut Prezioso Solo-Trainings im Gerätedschungel.