Riniken
Wegen Streit: Asylsuchende Frauen mussten Unterkunft verlassen

Seit 1999 dient das leer stehende Restaurant Hirschen als Asylunterkunft. Bis vor kurzem haben drei Frauen afrikanischen Ursprungs mit je einem Kind darin gewohnt. Jetzt teilt die Gemeinde mit: Die Frauen mussten die Unterkunft verlassen.

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Im ehemaligen Restaurant Hirschen werden die Asylbewerber untergebracht.

Im ehemaligen Restaurant Hirschen werden die Asylbewerber untergebracht.

Claudia Meier

Bisher haben drei Frauen afrikanischen Ursprungs mit je einem Kind im zur Asylunterkunft umfunktionierten Restaurant Hirschen in Riniken gewohnt. Gestern teilte die Gemeinde aber mit, dass die Asylbewerberinnen die vom Kanton Aargau betriebene Liegenschaft verlassen müssen.

Streit machte Situation unhaltbar

Eine Frau und ihr Sohn werden vom Kanton zurückgenommen, weil deren Asylgesuch abgelehnt worden ist. Die anderen beiden Frauen müssen das Dorf verlassen, «weil sie öfters Streit untereinander hatten und deshalb räumlich getrennt werden müssen», wie Martin Maumary, Gemeindeschreiber der Gemeinde Riniken, ausführt. Das machte die Situation unhaltbar. Wo die Frauen untergebracht werden, ist zurzeit noch unklar. Der Kantonale Sozialdienst werde die neuen Wohnsitze anordnen und zuweisen, erklärt Maumary.

Neue Asylsuchende werden kommen

Die drei Frauen sind mit ihren Kindern bereits vor kurzem von Riniken weggezogen. Bis Mitte März sollen dann wieder neue Asylsuchende im «Hirschen» unterkommen. Details dazu will die Gemeinde Riniken noch nicht bekannt geben. Sie werde zu gegebener Zeit genauer informieren, heisst es im Mitteilungsblatt.

Das leer stehende Restaurant Hirschen im Dorfzentrum wird seit 1999 als Asylunterkunft genutzt. Aufgrund einer Vereinbarung kann sie seit 2010 sogar der Nachbargemeinde Rüfenach helfen, deren Aufnahmepflicht zu erfüllen. (jam)