Die Parkstrasse ist in einem maroden Zustand. Davon zeugen die unzähligen Löcher und Risse im Belag, die Flickstellen und verschiedenen ausgewaschenen Stellen. Bei Regen bilden sich wegen der vielen Unebenheiten Pfützen, die im Winter zufrieren. Darum behandelte der Einwohnerrat Brugg gleich zwei Traktanden zur Parkstrasse. Das eine betraf den Baukredit für die Erneuerung der Parkstrasse, das andere den Baukredit für die Sanierung der Schmutzwasserleitung.

Zuerst soll die Infrastruktur im Untergrund erneuert werden, anschliessend der Belag der Parkstrasse. Die IBB investiert in die neuen Trinkwasserleitungen und die Elektrizitätsversorgung 425’000 Franken. Riniken steuert 80’000 Franken bei. Der Stadtrat Brugg unterbreitete dem Einwohnerrat dazu einen Kredit von 93’000 Franken.

Kürzungsantrag von der EVP

Der Kredit für die Belagssanierung beträgt 527’000 Franken. Darin enthalten sind die Belagserneuerung an sich, die Randabschlüsse, die Strassenentwässerung (die Einlaufschächte werden erneuert) sowie die Beleuchtung. Die Strassenlampen werden auf die LED-Technologie umgerüstet. Den ersten Kredit, jener für die Sanierung der Schmutzwasserleitung, genehmigte der Einwohnerrat mit 39:0 diskussionslos. Mit dem Kredit für die Belagserneuerung zeigte sich allerdings dann die EVP, allen voran Johannes Gerber, nicht einverstanden. Er monierte, dass im Kredit 10 Prozent für Unvorhergesehenes und Rundung vorgesehen ist. Daraufhin stellte er einen Kürzungsantrag. Seine Argumentation: «In der Schweiz haben wir immer überperfekte Strassen. Ich finde diesen Kredit zu hoch.» Die Parkstrasse sei zudem eine wenig befahrene Strasse, sie müsse nicht für 40-Tonnen-Lastwagen fahrtauglich gemacht werden.

Kredite werden häufig unterschritten

Es folgten verschiedene Rückmeldungen. Unter anderem jene von Titus Meier, FDP, als Vertreter der Finanzkommission: «Wir haben etliche Strassensanierungskredite geprüft und gemerkt, dass der Kredit häufig unterschritten wurde. Das zeigt doch, dass der Stadtrat gut arbeitet.» Nur deshalb jetzt 10 Prozent zu streichen, sei nicht sinnvoll. Vizeammann Andrea Metzler, SP, versicherte zudem, dass der Stadtrat alles daran setze, möglichst günstige Lösungen zu finden. Der Änderungsantrag von Johannes Gerber hatte in der Folge keine Chance – nur vier Einwohnerräte stimmten dafür. In der Schlussabstimmung kam der Kredit dann mit 39:0 Stimmen problemlos durch.

Abwasserpumpwerk Auhof wird saniert

Ebenfalls mit 39 zu 0 Stimmen bewilligt hat der Einwohnerrat den Kredit von 748’000 Franken für die Sanierung des Abwasserpumpwerks Auhof. Sowohl Martin Brügger, SP, wie auch Barbara Iten, CVP, und Michel Indrizzi, FDP, bezeichneten das Vorhaben als nachvollziehbar und zweckmässig.