Die Wasser- und Abwassergebühren in der Gemeinde Elfingen dürften in Zukunft steigen. Jedenfalls dann, wenn die Gemeindeversammlung Ja sagt zum Traktandum «Genehmigung Überarbeitung Reglement über die Finanzierung von Erschliessungsanlagen (Anpassung Abwasser- und Wasserpreis)».

Gemäss Botschaft hat sich der Gemeinderat intensiv mit den Abwasser- und Wasserpreisen auseinandergesetzt und entschieden, der Gemeindeversammlung eine Preiserhöhung zu beantragen. Für Abwasser ist neu ein Betrag von Fr. 2.60/m3 (heute: Fr. 1.80/m3) vorgesehen, für Wasser Fr. 2.20/m3 (heute: Fr. 1.50/m3). Weil die Preise im Reglement festgelegt sind, muss dieses angepasst werden.

Zurzeit sieht es finanziell im Bereich Abwasser zwar noch gut aus, allerdings wird es in Zukunft Investitionen geben. «Diese verursachen eine Abnahme des Nettovermögens, sodass voraussichtlich im Jahr 2021 eine Schuld entsteht», schreibt der Gemeinderat. Ziel müsse sein, die Nettoschuld, die ab dem Jahr 2021 entsteht und in den Folgejahren ansteigt, kontinuierlich zu senken. Mit dem neuen Preis könne man die Nettoschuld jährlich um rund 7000 Franken senken.

Im Bereich Wasser besteht bereits eine Nettoschuld von 174 300 Franken. In den letzten vier Jahren seien sehr hohe Aufwandüberschüsse generiert worden, hält der Gemeinderat fest. «Allein aufgrund der jährlichen Aufwandüberschüsse müsste der Preis angepasst werden.» Das betriebliche Ergebnis sei jährlich im negativen Bereich. Hinzu kämen noch die Abschreibungen. Die Nettoschuld werde sich in den Jahren 2018/19 aufgrund der Investitionen (Fuchsloch/Schlotterboden) rapide erhöhen. Mit dem neuen Preis für Wasser könne die Nettoschuld jährlich um 16 000 Franken gesenkt werden.

Preisüberwacher äussert sich

Zur beantragten Erhöhung der Gebühren hat auch der eidgenössische Preisüberwacher Stellung genommen. Er verlangt, dass beim Abwasser die Gebührenerhöhung etappiert wird und in einem ersten Schritt auf 30 Prozent zu beschränken ist. Weiter schlägt der Preisüberwacher vor, in einem zweiten Schritt eine Regenabwassergebühr auf die entwässerte Fläche einzuführen.

Im Bereich Wasser verlangt er ebenfalls eine Etappierung der Gebührenerhöhung. Auch hier soll in einem ersten Schritt die Erhöhung auf 30 Prozent zu beschränken. Zudem schlägt der Preisüberwacher vor, die Ersatzinvestitionen so zu aktivieren, dass sie weniger als 10 Prozent des gesamten Betriebsaufwands betragen. Und bei einer weiteren Etappe soll anstelle der Verbrauchsgebühr die Grundgebühr erhöht werden.

In der Botschaft schreibt der Gemeinderat dazu: «Die Rückmeldung des Preisüberwachers ist eine Empfehlung und kein Muss. Der Gemeinderat Elfingen hat beschlossen, an den geplanten Erhöhungen festzuhalten.»

Budget schliesst im Minus

Weiter auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung stehen der Verpflichtungskredit von Fr. 80 917.20 (für die Serveranschaffung der Verwaltung 3plus) mit einem Gemeindeanteil von Fr. 19 534.80, der Verpflichtungskredit von 260 000 Franken für die Sanierung der Umfassungsmauer Friedhofanlage Bözen mit einem Gemeindeanteil von 66 914 Franken, der Verpflichtungskredit von 682 400 Franken für die Finanzierung der VGEP-Massnahmen des Generellen Entwässerungsplans des Abwasserverbands Bözberg West mit einem Gemeindeanteil von 56 200 Franken sowie das Budget 2019 mit gleichbleibendem Steuerfuss von 114%.

Der Gemeinderat rechnet mit einem Minus bei der betrieblichen Tätigkeit von 210 850 Franken und mit einem negativen operativen Ergebnis von 183 200 Franken.

Gemeindeversammlung am Mittwoch, 21. November um 20 Uhr in der Turnhalle Elfingen. Ortsbürger um 19.45 Uhr am gleichen Ort.