Windisch

Warum im Kunz-Areal Windisch Aufbruchstimmung herrscht

So soll das Kunz-Areal aussehen.

So soll das Kunz-Areal aussehen.

Die Architekturwettbewerbe für das Kunz-Areal in Windisch sind abgeschlossen. Nun folgen demnächst die ersten Baueingaben für das Projekt.

«Wir sind happy mit den vier Siegerprojekten aus dem Architekturwettbewerb für das Kunz-Areal in Windisch», betont Alex Römer, Real Estate Developer bei der Hiag Immobilien. Am Montagabend sind diese vier Arbeiten – «East Side», «Spinnerei III», «Feinspinnerei» und «Zentrum West» – für die neue Nutzung von Teilbereichen des Areals der ehemaligen Spinnerei vorgestellt worden. Noch in dieser Woche soll die Baueingabe für das erste der vier Teilprojekte erfolgen.

«Das Kunz-Areal ist für uns etwas Einzigartiges», sagt Alex Römer. «Es hat, auch durch seine Lage im Wasserschloss, unglaubliche Qualitäten. Es bietet Ruhe und Erholung. Es weist eine spannende Geschichte und eine wertvolle Bausubstanz auf. Und es eignet sich, auch durch seine Nähe zum Technopark, für eine Nutzung für Wohnen und Arbeiten.»

«Der Veränderungsprozess läuft»

Das will natürlich nicht heissen, dass auf dem Areal – das sich seit 2008 im Besitz der Hiag Immobilien befindet – seit der Stilllegung der Spinnerei nichts gegangen wäre. Der Windischer Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler: «Wir sind froh, dass mit Alex Reinhart und seiner Crew dem Spinnerei-Areal neues Leben eingehaucht worden ist, und dass die Kunz Re in der Hiag Immobilien einen Investor für das ganze Areal gefunden hat.»

Der Weg zur Entwicklung des Spinnereiareals – das vielleicht etwas im Schatten der Vision Mitte gestanden habe – sei nicht nur lang, sondern auch einmalig, sagt Kurt Schneider, Leiter der Abteilung Planung und Bau der Gemeinde Windisch. «Der Veränderungsprozess des Areals läuft. Das Rekrutierungszentrum und der Technopark sind entstanden. Und in den Lofts sowie in den Kosthäusern hat urbanes Wohnen Einzug gehalten. Überschlagsmässig können im gesamten Areal rund 500 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 200 Arbeitsplätze angesiedelt werden.»

Mit Bus direkt ins Herz

Grundlage für die Architekturwettbewerbe für die vier Teilbereiche bildete der Gestaltungsplan für das Kunz-Areal. Er sieht im Wesentlichen vor, dass das einstige Kesselhaus der Spinnerei durch einen Neubau mit vier Geschossen – das «Zentrum West» – ersetzt wird. Bestimmt ist dieses Gebäude für Büros und Dienstleistungsbetriebe. Das so genannte Diesellokal, in dem immer noch die beiden gewaltigen Schiffsmotoren und die Generatoren der Notstromversorgung der Spinnerei stehen, soll erhalten bleiben.

In der «Spinnerei III», die unter Substanzschutz steht, soll die Wohnnutzung Einzug halten. Die bauliche Verbindung der «Spinnerei III» mit dem Gebäude «Heinrich», in dem sich das Rekrutierungszentrum befindet, wird durchbrochen. Zwischen den beiden Gebäuden wird künftig die Erschliessungsspange verlaufen, über die auch der Bus direkt ins Herz des Areals geführt wird.

Auch das Gebäude der so genannten «Feinspinnerei», direkt am Reusskanal, wird fürs Wohnen genutzt. Und anstelle der Schuppen, die sich heute östlich der «Spinnerei III» befinden, entsteht mit «East Side» eine neue Wohnüberbauung mit drei Gebäudekörpern, die den neuen Quartierplatz umschliessen.

Zentrale Tiefgarage

Unter den Quartierplatz und die Wohngebäude wird die zentrale Einstellhalle für das ganze Areal zu liegen kommen. Sie wird Platz für rund 220 Autos bieten. Der Quartierplatz, der mit niedrigen Mauern gefasst und mit Föhrengruppen bepflanzt wird, soll als Ort der Begegnung dienen.

Das Teilprojekt «East Side» soll als Erstes realisiert werden. Alex Römer: «Im Kunz-Areal herrscht Aufbruchstimmung.» Die Projekte sind im Gemeindehaus Windisch (8. Stock) bis am 20.Mai ausgestellt. (Während der Öffnungszeiten des Gemeindehauses.)

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