Am Dienstag publizierte Nadja Schuler, die zusammen mit ihrem Mann Stephane Wirth das Restaurant zum Hirschen in Villigen führt, einen eindringlichen Aufruf auf ihrer persönlichen Facebook-Seite. «Liebe Arbeitskollegen da draussen . . . Ich suche mega dringend auf den Januar einen Koch mit kreativem Flair und allem, was es braucht. Ich und meine Sous-Chefin werden im Stich gelassen und ich bekomme im März mein Baby. Ich verzweifle fast», schreibt Schuler.

Bereits Mitte November hatte Schuler auf der Facebook-Seite des Restaurants ein Stelleninserat für einen Koch veröffentlicht. Auf Nachfrage der AZ sagt Nadja Schuler, sie habe für viel Geld auf vier Job-Portalen inseriert, jedoch nur eine einzige Bewerbung erhalten. «Das ist eine ungünstige Jahreszeit, um jemanden im Gastrobereich zu suchen», sagt Schuler. Dank Weihnachtsessen und Caterings seien die allermeisten beschäftigt, zudem würden sich viele erst im neuen Jahr einen Job suchen. «Wir werden im Stich gelassen», sagt Schuler.

Auf ihren fleissig geteilten Facebook-Post hat Schuler (Stand Mittwochmittag) noch keine konkreten Bewerbungen erhalten. Ideal wäre es laut Schuler, wenn der neue Koch oder die neue Köchin im Januar anfangen könnte. «So hätte ich genügend Zeit, den neuen Angestellten einzuarbeiten, bevor mein Baby zur Welt kommt.» Sie hätte auch schon bei einem Temporärbüro angefragt, doch ein langfristiges Arbeitsverhältnis sei ihr natürlich lieber.

Nadja Schuler und ihr Mann Stephane Wirth wünschen sich einen jungen, gelernten Koch, der idealerweise Erfahrung in der gehobenen Gastronomie hat. «Auch Lehrabgänger sind bei uns willkommen», sagt Schuler. Das Ganze verunsichere sie, umso mehr hoffe sie, dass bald eine Lösung gefunden werde. (lh)