Brugg
Vorerst keine Armee-Büros: Die Pläne für das Dufourhaus ruhen

Die Armee überprüft die langfristige militärische Nutzung des Standorts Brugg.

Michael Hunziker
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Auf der Zurzacherstrasse wird die neue Busspur realisiert. Das Dufourhaus steht derzeit leer. Vorgenommen werden nur die zwingend notwendigen Baumassnahmen. mhu

Auf der Zurzacherstrasse wird die neue Busspur realisiert. Das Dufourhaus steht derzeit leer. Vorgenommen werden nur die zwingend notwendigen Baumassnahmen. mhu

Michael Hunziker

Das Areal vor dem altehrwürdigen Dufourhaus in Brugg ist eine einzige, grosse Baustelle: Anfang Jahr hat auf der viel befahrenen Zurzacherstrasse der Bau der neuen Busspur begonnen.

Beim einen und anderen Autofahrer ist die Frage aufgetaucht, wie es weitergeht mit der leerstehenden Liegenschaft, die sich im Besitz des Bundes befindet. Schon vor Längerem äusserte die Armee die Absicht, einen Umbau und eine Modernisierung vorzunehmen. Am strategisch wichtigen, gut zugänglichen Ort zwischen Kaserne und Schachen, lautete das Ziel, sollen Büros sowie die Räume für das Waffenplatz- und Schulkommando untergebracht werden.

Auch Zeughaus 1 ist ein Thema

In den letzten Jahren ist es ruhig geworden um diese Pläne. «Die Armee hat sich entschlossen, die langfristige militärische Nutzung des Standorts Brugg zu überprüfen», sagt auf Anfrage Jacqueline Stampfli, stellvertretende Leiterin Kommunikation bei der Armasuisse, die für die Immobilien zuständig ist. «Aus diesem Grund wurden laufende Projektierungsarbeiten für die Gesamtsanierung des Waffenplatzes sistiert.»

Anders ausgedrückt: «Bis die langfristige militärische Nutzung definiert ist, werden die von der Armee genutzten Gebäude weiterhin moderat unterhalten.» Bei den ungenutzten Gebäuden wie dem Dufourhaus oder den beiden Gebäuden an der Ländistrasse, die in einem desolaten Zustand sind, werden weiterhin keine oder nur zwingend notwendige Baumassnahmen ausgeführt, ergänzt Jacqueline Stampfli.

Ebenfalls bekannt ist, dass eine zivile Nachnutzung gesucht ist für das Zeughaus 1 an der Aare, da es auch künftig nicht mehr militärisch genutzt wird. «Diesbezüglich sind seit einiger Zeit Gespräche mit der Stadt Brugg im Gange, jedoch bisher ohne konkrete Ergebnisse», sagt Jacqueline Stampfli.

Grundlagen werden erarbeitet

Gegenwärtig gelte es, die für einen Beschluss des Stadtrats notwendigen Grundlagen aufzubereiten, sodass der Stadtrat voraussichtlich vor den Sommerferien einen Entscheid treffen kann, bestätigt Bruggs Stadtschreiber Yvonne Brescianini.

Käme der Abschluss eines Baurechtsvertrags infrage, fügt sie an, wäre dem Einwohnerrat ein Verpflichtungskredit für die Übernahme des Gebäudes sowie ein jährlich wiederkehrender Baurechtszins zu beantragen.