Riniken

Vor dem Sturm: Neue Fasnachts-Organisatoren haben Wetterglück

Beim Fasnachtsumzug laufen erstmals die Kindergartenkinder voran. Sie haben 21 Gruppen, Wagen und Guggen im Schlepptau.

In der Ausserdorfstrasse in Riniken bot sich am Sonntagnachmittag den Umstehenden der beste Blick aufs närrische Defilee, das wie immer um Punkt 13.33 Uhr mit einem Böllerschuss am Kreuzweg startete. Doch das Marschtempo war gemächlich. Und so gingen die Blicke immer wieder Richtung Umzugsroute. Wo bleiben die denn?

An der Ecke Haldenstrasse, gegenüber der Post, hatten die Zuschauer nicht nur einen guten Blick aufs Geschehen, sondern auch Informationen zu den 22 Gruppen aus erster Hand: Werner Schaub moderierte den Umzug und berichtete über die einzelnen Gruppen, die aus der gesamten Region angereist waren. Ein Heimspiel hatten die Kindergartenkinder aus Riniken, die mit 29 Teilnehmern den Zug anführten und darin eine der grössten Einzelgruppen bildeten.

Fasnachtsumzug Riniken

Fasnachtsumzug Riniken

Nicht weit hatten es die Riniker Gugger – aufgeteilt in «Opus C Senil» und «Opus C Voll».

Narren aus Deutschland dabei

Auch nicht weit hatten es die Riniker Gugger – aufgeteilt in «Opus C Senil» und «Opus C Voll». Den weitesten Weg hatten sicher die Narren aus dem deutschen Bad Rippoldsau im Schwarzwald, immerhin 160 Kilometer von Riniken entfernt. Sie begeisterten mit einer spontanen Hexen-Polonaise. Mit den «3 Generationen» aus Brugg gab es auch weltpolitische Seitenhiebe zu sehen. Ob Marvel-Comics, das alte Ägypten oder Venedig – die Sujets der Umzugswagen waren sämtlich phantasiereich und schillernd.

Eine Fasnachtsgesellschaft aus dem Freiamt, schon 1771 gegründet, brachte viel Tradition mit ein. «D’Andalusier» aus Mellingen sind seit ihrer Gründung im Jahr 2010 jedes Jahr zu Gast in Riniken. Noch älter, Gründungsjahr war 2004, sind die «Gruftis Windisch», die ebenfalls mitmarschierten.

Der Stolz des 1400-Seelen-Dorfs

Eine Stunde zog sich der Umzug bei frühlingshaftem und sonnigem Wetter weiter über die Oberdorfstrasse hin. Mehr als 500 Teilnehmer nahmen daran teil. Alle genossen die entspannte Stimmung und die familiäre Atmosphäre entlang der Strecke. Für Hansjörg Schori von der Guggenmusik Opus C Voll ist der Anlass nach Auflösung des Riniker Fasnachtskomitees und der Übernahme der Organisation durch ein neues OK, bestehend aus fünf Vereinen, ein Erfolg: «Da kann man stolz darauf sein in einem 1400-Seelen-Dorf. Aber es braucht eben schon viele Helfer dafür.» Nach dem Umzug ging das närrische Treiben an der Turnhalle Lee weiter.

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