Der Reussbunker im Zentrum des Wasserschlosses ist ein aussergewöhnliches Werk, das viele schon beim Vorbeifahren aus dem Zug gesehen haben. Der zweistöckige Bau aus dem Jahr 1940 weist einen fünfeckigen Grundriss mit abgewinkeltem Eingangsbereich auf. Mit einer Stichmauer ist der Kampfraum für zwei Maschinengewehre und zwei Beobachter unterteilt. Zur Mannschaftsunterkunft im Untergeschoss, die mit Pritschen ausgestattet war, führt ein vertikaler Einstieg. Die Besatzung war auf zwölf Mann angelegt. Diese hatte den Auftrag, eine feindliche Annäherung über die Aare und entlang des Reussufers im Vorfeld der Sperre Gebenstorf Nord zu verhindern. Vom 4. April bis 27. Juli 1940 wurde der Bunkerbau durch eine private Firma nach den Plänen des Geniechefs der 8. Division ausgeführt. Die Schlussabrechnung (ohne Waffen, Munition und Landerwerb) betrug 76 000 Franken. Während des Zweiten Weltkriegs war der Bunker von einem Stacheldrahtverhau umgeben gewesen, heisst es auf der Infotafel.

In den Anfängen des Kalten Kriegs blieb der Bunker ausgerüstet, bevor er später ausgeräumt als Unterstand diente und danach ganz ausgemustert wurde. Er ist Teil einer historischen Sperrstelle von nationaler Bedeutung und wurde 2010/11 renoviert.

Die Gemeinde Windisch konnte den renovierten Bunker für einen symbolischen Preis von 500 Franken von der Armee kaufen. Aktuell liegt bei der Abteilung Planung und Bau noch bis zum 20. August ein Umnutzungsgesuch dafür öffentlich auf. Darin heisst es: «Die Gemeinde übernimmt das Objekt mit dem Zweck, die militärhistorisch wertvolle Anlage für die Nachwelt zu erhalten.» Ein Museumsbetrieb finde nicht statt. Lediglich in Ausnahmefällen könne das Objekt Interessierten gezeigt werden. Und: «Der bestehende Posten vom Foxtrail Wasserschloss soll weiter bestehen bleiben.» Die Armee als Grundeigentümerin befürworte eine Eigentumsübertragung der Parzelle an die Gemeinde Windisch.