Brugg

Von Fondue-Essern überrannt

Rund 60 Personen nahmen am Brugger Altstadt-Fondue teil. Der Anlass war ein voller Erfolg. Das Essen sehr begehrt: die Organisatoren mussten nochmals Brot einkaufen.

Es gehört bereits zur Tradition, das Altstadt-Fondue der «Initiative Altstadt. Auch am Freitag kamen die Leute zum Erdbeeribrunnen, dick eingepackt in Wollmützen, Schals und Handschuhen und beugten sich über den dampfenden Fondue-Kessel auf offenem Feuer. Auch die Kinder wussten, sich warm zu halten: Sie spielten «Fangis» um den Erdbeeribrunnen herum. Als Mitorganisator hatte das «Café Fridolin» extra länger auf, bot so Gelegenheit, im Warmen etwas zu Trinken oder ganz einfach, die Toilette zu benützen. Tische und Bänke standen auch draussen bereit, die Menschen zogen es allerdings vor, sich am offenen Feuer zu unterhalten. Fondue, Brot und Glühwein gabs kostenlos, einzig die eigene Fonduegabel musste mitgebracht werden.

«Initiative-Altstadt»-Mitglied Krishna Menon machte darauf aufmerksam, dass ein Sparsäuli bereit stehe. Damit könnten Aktivitäten wie das Fondue-Essen, aber auch andere kulturelle Anlässe durchgeführt werden. 2012 organisierte die «Initiative Altstadt» die «Brugger Wöschtäg» und 2015 den Brugger «Koffertag». Auch die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 fand in der Brugger Altstadt auf kulturelle Art und Weise statt.

Das Altstadt-Fondue fand bislang im Rahmen der Adventsanlässe statt. Die Organisatoren haben sich nun dafür entschieden, ihr Fondue erst im Januar anzubieten, da während der Adventszeit zu viel los sei. Mit Erfolg. Waren es in den letzten Jahren rund 30 Personen, die am Anlass teilnahmen, wurden am Freitag zwischen 50 und 60 Personen gezählt. «Wir haben insgesamt acht Kilogramm Fondue eingekauft. Die acht Kilogramm Brot sind bereits gegessen, wir mussten nochmals einkaufen gehen», sagte Annegret Ruoff.

Lebendige Altstadt

Maja Neumann, welche die Adventsfenster organisiert, findet es toll, dass so Menschen zusammen kommen: «Die Altstadt ist lebendig. Die Leute müssten nur mal im Sommer in die schönste Badi, zum Hofstadtbrunnen, kommen», sagt sie. Ihr gefällt auch, dass nebst den Altstadtbewohnern auch Auswärtige am Fondue-Kessel stehen. Eine Mutter aus Windisch steht mit ihren Kindern und brotbestückter Fonduegabel bereit und wartet auf das nächste Fondue. «Ich finde, man kann sich etwas aus dem kulturellen Angebot raussuchen.» Sie war auch schon am «Koffertag» und am «Wöschtag» in der Altstadt dabei. Eine Familie aus Wettingen steht ebenfalls am Feuer: «Ich bin im Internet über den Anlass gestolpert und dachte, das ist eine gute Idee. Meine Familie dachte das zum Glück auch», sagt der Familienvater. So lerne man Leute kennen, die man sonst nicht treffe.

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