Schnellere und direktere Busverbindungen Richtung Süden: Mit dem Fahrplanwechsel heute Sonntag geht der neue Busterminal «Bahnhof Campus» in Brugg in Betrieb.

Dieser ist überdacht, verfügt über sechs Haltebuchten, ist behindertengerecht gestaltet und wird von den Postautos via Bahnhofstrasse angefahren. Auf diese Weise können die Neumarkt-Kreuzung entlastet und die Zuganschlüsse zu den Hauptverkehrszeiten besser gewährleistet werden.

Gestern ist die Anlage nach eineinhalb Jahren Bauzeit mit einem Fest für die Bevölkerung und im Beisein von zahlreichen Gästen – Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Angehörige der beteiligten Firmen – eröffnet worden.

Für ihn sei schon Weihnachten, strahlte Patrick Zingg, stellvertretender Leiter der Postauto-Region Nordwestschweiz. Der neue Busterminal mache Freude. Die Realisierung aber sei keine Selbstverständlichkeit gewesen, ein solches Projekt müsse nicht nur zweckmässig, sondern auch finanzierbar sein.

Getauft wurden bei der Eröffnung drei nigelnagelneue Gelenkbusse. Mit ihnen wird das Platzangebot auf der Linie Richtung Birr ausgebaut. Sie seien sehr umweltschonend unterwegs und werden, versicherte Zingg, nicht die letzten bleiben. Als Taufpate amteten Stephan Attiger, Regierungsrat, Daniel Moser, Stadtammann Brugg, und Heidi Ammon, Gemeindeammann Windisch.

Brugg boome, sei innovativ und für Postauto der wichtigste Knotenpunkt im Aargau, fuhr Zingg fort. Immer wieder würden in der Region – Stichwort Brennstoffzellenpostautos – neue Technologien getestet. Mit dem Busterminal «Bahnhof Campus» werde einmal mehr ein Schritt nach vorne unternommen: Auf den Anzeigetafeln sind die Informationen in Echtzeit angegeben. Hat ein Postauto also Verspätung, ist das für die Fahrgäste sofort ersichtlich.

Baudirektor Stephan Attiger sprach ebenfalls von einem Freudentag und wies auf die eindrücklichen Zahlen hin. In Brugg, dem viertgrössten Bahnhof im Aargau, können auf den 13 Postauto-Linien täglich um die 12 000 Fahrgäste gezählt werden. Etwa 40 Prozent werden künftig den Busterminal «Bahnhof Campus» benutzen. Es würden nicht nur bessere Platzverhältnisse geschaffen, auch die Erreichbarkeit könne verbessert werden.

Das Zentrum Brugg-Windisch sei durch seine strategisch wichtige Lage seit der Römerzeit ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt, führte Attiger aus. Und die Bedeutung werde zunehmen. «Wir reisen immer häufiger und weiter.» Der Baudirektor machte keinen Hehl daraus, dass grosse Herausforderungen auf die dynamische Region zukommen. «Ich bin aber überzeugt: Gemeinsam können wir diese meistern. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.»

Ganz dieser Ansicht war der Brugger Stadtammann Daniel Moser. Obwohl gewisse Punkte noch offen seien: «Wir dürfen auch einmal zufrieden sein mit dem, was erreicht worden ist.» Der neue Busterminal sei modern und schön geworden, sei ein Bekenntnis zu einem attraktiven Zentrum. Das heute schon sehr gute und attraktive Angebot des öffentlichen Verkehrs werde aufgewertet. Kurz: «Bei uns geht die Post ab», sagte Moser. Hohe Priorität geniesse in einem nächsten Schritt die Neugestaltung des Bahnhofplatzes auf der Nordseite. Ebenfalls noch einmal zügig angegangen werde mit den beteiligten Partnern das Thema «Personenunterführung Ost», das «Mausloch», versicherte der lachende Stadtammann auf die entsprechende Frage von Moderator Hans-Peter Widmer.

Ein genauso gut gelaunter Michel Berchtold, SBB-Regionalleiter Nordwestschweiz, signalisierte Bereitschaft, zusammen und im Rahmen der Möglichkeiten die Weiterentwicklung ins Auge zu fassen, denn: «Es gibt noch einiges zu tun.»

Die bestehende Haltestelle auf der Nordseite des Bahnhofs heisst mit dem heutigen Fahrplanwechsel übrigens «Bahnhof Zentrum».