Brugg-Windisch
«Voll auf Plankurs»: Der Centurion Tower wächst in die Höhe

Die Bauarbeiten am Hochhaus beim Campus der Fachhochschule in Brugg-Windisch kommen gut voran. 5500 Kubikmeter Beton wurden schon verbaut. Lange Zeit waren die Bauarbeiter vor allem in der Baugrube des Centurion Towers beschäftigt.

Janine Müller
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Der Centurion Tower wächst in die Höhe
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Langsam aber sicher geht es in die Höhe.
Zurzeit wird das erste Obergeschoss im Rohbau erstellt.
Impression vom Bau des Centurion-Towers.

Der Centurion Tower wächst in die Höhe

Aargauer Zeitung

Als Passant sah man vom Fortschritt der Bauarbeiten nur wenig. Jetzt aber wächst der Centurion Tower langsam, aber sicher in die Höhe. Insgesamt 15 Stockwerke hoch wird das Gebäude, das dereinst ein Hotel sowie Miet- und Eigentumswohnungen beherbergen wird. «Derzeit werden das erste Obergeschoss und der Anschluss an die Einstellhalle des FHNW-Campus erstellt», sagt Rolf Henggeler, Projektleiter bei Brugg Immobilien AG.

Mit einer aktuell kleinen Bauverzögerung von rund drei Wochen sei man terminlich und auch kostenmässig «voll auf Plankurs». «Grössere Probleme sind nicht aufgetreten und die Projektverantwortlichen sind äusserst zuversichtlich, weiterhin die Centurion-Tower-Terminplanung vollumfänglich erfüllen zu können», ergänzt Henggeler. Mitte Juli 2018 kam es zu einem kleinen Brand in einem Materialcontainer. Geplanter Bezug des Hochhauses ist im dritten Quartal 2020. Ein paar Zahlen zum Centurion Tower: Der Aushub betrug 30 000 m3, bisher wurden 5500 m3 Beton sowie 750 Tonnen Stahl verbaut.

Kaum noch Reklamationen

So weit fertig sind die Baugrube, die Grundwasserbrunnen, der Rohbau der vier Untergeschosse und das Erdgeschoss inklusive Anschluss an die Einstellhalle des Flex-Gebäudes der Brugg Immobilien AG. Diese ist auch Bauherrin des Centurion Towers. Die Eigentumswohnungen sind bis auf vier Wohnungen verkauft. «Es liegen allerdings bereits Reservationen für weitere Eigentumswohnungen vor und wir sind überzeugt, dass alle Wohnungen bis zum Bezug verkauft sind», ist Henggeler überzeugt. Die Mietwohnungen werden voraussichtlich im dritten Quartal 2019 auf den Markt kommen.

Praktisch keine Reklamationen mehr gibt es zum Verkehrsmanagement, das zu Beginn für rote Köpfe sorgte. So wurde beispielsweise der untere Teil des Arenafusswegs bei der Fachhochschule gesperrt. Für die Windischer SP-Einwohnerrätin Mirjam Aebischer war klar: Für den Langsamverkehr sei die billigste Lösung gewählt worden, die zwar der Bauherrschaft diene, nicht aber den Nutzerinnen und Nutzern dieses wichtigen Durchgangs.

Treffen mit Nachbarschaft

Sie störte sich daran, dass es keine direkte Verbindung mehr gibt zum Bahnhof für Velos, Kinderwagen oder Rollatoren, sondern ein Umweg in Kauf genommen werden muss. Komme dazu, dass der Veloweg im Zickzack-Kurs den Fussgängerweg auf den Campus-Treppen gleich zweimal quere. «Das Verkehrsmanagement funktioniert bisher einwandfrei und es liegen keine grösseren Reklamationen vor», sagt Henggeler. «Periodisch treffen wir uns mit der Nachbarschaft zu einem freien Gedankenaustausch. Ziel ist, dass auch kleinere Probleme ‹aufgetischt› und einer sofortigen Lösung zugeführt werden.»

Auch sonst seien die Reaktionen auf das Projekt grösstenteils positiv ausgefallen. So sieht man häufig Spaziergänger, die gerne ein paar Minuten stehen bleiben und dem Treiben auf der Baustelle zuschauen. «Selbstverständlich», so Henggeler, «liegen aber auch – allerdings wenige – Lärmreklamationen vor. Wir sind bemüht, Problemlösungen innerhalb des Machbaren sofort einzuleiten.»