Brugg-Windisch
Volk testet den Campussaal mit einem Auftritt von Sandmalerin Katrin Weissensee

Über 800 Gäste aus Brugg, Windisch und der näheren Umgebung haben ein Ticket gewonnen und kommen im Campussaal in den Genuss einer glamourösen Show. Beim Variété – als Dankeschön – gibt es viel zu lachen, staunen und träumen.

Claudia Meier
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«Was macht ihr denn hier? Ihr seid doch weder von Brugg noch von Windisch?», fragt ein Variété-Besucher seine Bekannten beim Welcome-Drink und lacht. Tatsächlich richtete sich die Verlosung der über 800 Gratis-Tickets für das erste Campussaal Variété primär an die Bevölkerung der beiden Standortgemeinden Brugg und Windisch. Doch zu den glücklichen Gewinnern gehörten auch rund 250 aus den umliegenden Gemeinden.

Besucher und Veranstalter scheinen an diesem Mittwochabend mit der Sonne um die Wette zu strahlen – von der Zutrittskontrolle (inklusive Vorweisen des Ausweises) bis zum Schlussapplaus rund dreieinhalb Stunden später. Zum Gratis-Getränk gibts Zopf und Nüssli. Da und dort wird diskutiert, ob nun mehr Brugger oder mehr Windischer anwesend sind. Dass es im Foyer und später im Saal schnell warm wird, liegt nicht an den Diskussionen, sondern an der Einstellung der Klimaanlage.

Betriebsleiterin Kathrin Kalt nutzt bei der Begrüssung gleich die Gelegenheit, dem Publikum ihren Nachfolger Alain Campiche vorzustellen. Als Co-CEO wird Kalt ab September von den operativen zu den strategischen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Campussaal wechseln (siehe Text links).

Kein Auge bleibt trocken

Während der Show verblüfft Sven Spacey nicht nur mit Magie, sondern bezieht schon am Anfang die Gäste in seine Moderation ein. Mit spielerischer Leichtigkeit und Eleganz zaubert der Deutsche Zyculus fünf richtige weisse Tauben aus Tüchern und Zeitungen.

Aus New York stammt Noah, der seit langem in Deutschland lebt. Sein Spezialgebiet ist die Kunst der vertikalen Stangenakrobatik. Mit beneidenswerter Leichtigkeit und auf die unmöglichsten Weisen erklimmt Noah einen fünf Meter hohen Mast und stellt mit seinem Körper Fahnen dar. Später schaukelt er unermüdlich auf einer noch höheren Laterne herum, sodass es einigen Gästen nur schon vom Zuschauen fast schwindlig wird. Für seine Darbietungen erntet Noah den kräftigsten Applaus.

Steve Eleky ist gebürtiger Ungar. Mit seiner schottischen Comedy-Jonglage und den Magic-Nummern glänzt er durch eine erfrischende Form von Selbstironie. Für herzhafte Lacher ist gesorgt, kaum ein Auge bleibt trocken, obwohl seine Art einfach und banal ist. Er hält einen Plastik-Hai in den Händen, kehrt ihn um und sagt: «Es ist ein Mädchen und heisst ‹Haidi›.»

Vor allem in Deutschland bekannt ist die Sandmalerin Katrin Weissensee. Sie nimmt die Zuschauer mit auf eine Traumreise von Europa über Afrika bis nach Australien. Überhaupt gibt sie dem ganzen Variété einen poetischen Rahmen. Auf dem Schlussbild zieht sie mit Sand quasi den Vorhang auf der Campussaal-Bühne. Der neue Betriebsleiter Alain Campiche lässt nach der Show durchblicken, dass dies nicht das letzte Variété gewesen ist.

Hansruedi Wicki, 65 aus Brugg «Diese Ticket-Verlosung ist eine willkommene Gelegenheit, den Campussaal kennen zu lernen. Das Areal ist mir bekannt, im Saal war ich hingegen noch nie. Ich finde es wichtig, dass es ein solches Angebot in der Region gibt.»
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Susanne Ammann, 53 aus Brugg «An der Raiffeisen-GV war ich schon mal hier und bekam einen ersten Eindruck vom Saal. Er gefällt mir sehr gut. Die Idee mit dem Variété finde ich eine nette Geste. Das abwechslungsreiche Programm hat mich angesprochen.»
Kevin Bumann, 22 aus Windisch «Meine Mutter hat zwei Tickets gewonnen. Weil sie aber heute Abend verhindert ist, bin ich mit meinem Vater hier und lasse mich überraschen. Den Campussaal kenne ich von der grossen Party, dem FH-Fest, im vergangenen Herbst.»
Daniela Ursprung, 42 aus Riniken «Ich war an der Vogelspinnen-Ausstellung zum ersten Mal hier im Foyer. Den Saal kenne ich noch nicht. Ist der wirklich so gross? Auch die Show interessiert mich. Es ist das erste Mal, dass ich etwas gewonnen habe.»
Karl Buob, 90 aus Windisch «Es ist reiner Zufall, dass ich bei der Internet-Verlosung gewonnen habe. Ich nahm schon an den Neujahrsempfängen im Foyer teil. Wichtig ist, dass die Region nun einen solchen Saal hat, nachdem Brugg das Rote Haus fallen liess.»

Hansruedi Wicki, 65 aus Brugg «Diese Ticket-Verlosung ist eine willkommene Gelegenheit, den Campussaal kennen zu lernen. Das Areal ist mir bekannt, im Saal war ich hingegen noch nie. Ich finde es wichtig, dass es ein solches Angebot in der Region gibt.»

Claudia Meier