Thalheim

Volg-Laden erhält ab 2020 einen neuen Standort im neuen Quartier Breiti – und das Dorf wächst

Bis zur Neueröffnung bleibt der Ladenbetrieb gewährleistet im heutigen Gebäude im Oberdorf. Sandra Ardizzone

Bis zur Neueröffnung bleibt der Ladenbetrieb gewährleistet im heutigen Gebäude im Oberdorf. Sandra Ardizzone

Nach einem zähen Verfahren ist die Baubewilligung für den Volg-Laden mit der Überbauung «Wohnen am Talbach» in Thalheim mittlerweile rechtskräftig . Mit der neuen Überbauung im Gebiet Breiti wird das Dorf um ein paar Dutzend Einwohner wachsen.

Es war ein zähes, mitunter aufreibendes Verfahren: Mittlerweile ist die Baubewilligung rechtskräftig für den VolgLaden mit der Überbauung «Wohnen am Talbach» in Thalheim. In der Breiti, dem grössten zusammenhängenden Baugebiet in der Gemeinde, wird ein komplett neues Quartier entstehen, ein Begegnungsort.

Mit diesem Bauvorhaben wird die Bevölkerung um ein paar Dutzend Einwohner wachsen, stellt Gemeindeammann Roland Frauchiger fest. Als besonders wichtig bezeichnet er den geplanten neuen Standort für den Volg-Laden. Zentral und unmittelbar an der Kantonsstrasse gelegen, biete er eine gute Basis für eine erfolgreiche Geschäftsführung. «Eine langfristig orientierte Grundversorgung ist für unser Dorf sehr wichtig», betont der Gemeindeammann.

Ein Unterdorfplatz entsteht

Gleich neben dem Volg-Laden – gegenüber dem Unterdorfbrunnen – ist eine öffentlich zugängliche Zone vorgesehen. Sie soll, fährt Frauchiger fort, zusammen mit dem Brunnenareal und der Bushaltestelle sowie dem gepflästerten Trottoir beim ehemaligen Restaurant Frohsinn eine Art Unterdorfplatz bilden. Zwischen der Bushaltestelle und dem neu offengelegten Hägibach sei zudem der Spielplatz der Überbauung geplant, der ebenfalls öffentlich zugänglich sein soll.

Ein wichtiger Treiber beim ganzen Vorhaben sei die Absicht der Landi Maiengrün und einer Erbengemeinschaft gewesen, diesen Volg-Neubau beim Unterdorfbrunnen erstellen zu können, blickt Frauchiger auf die lange Planungsphase zurück. Ursprünglich wurde für die Sondernutzung in der Breiti ein Gestaltungsplan erstellt: mit einem Situationsplan, den Sondernutzungsvorschriften sowie dem erläuternden Planungsbericht. Es habe wohl Vorstellungen über die Bebauung des Gebiets gegeben, aber noch keinen Investor, erinnert sich der Gemeindeammann. Auch lag kein konkretes Projekt vor. «So mussten für die verschiedenen Teilbereiche des Perimeters Regeln festgesetzt werden, die ein gutes Verhältnis von Freiheiten und Einschränkungen für ein künftiges Bauprojekt vorgaben.»

Bedenken wegen Lastwagen

Als schliesslich ein Investor feststand und dieser die entsprechenden Parzellen gesichert hatte, konnte er in Absprache mit der Landi Maiengrün ein Bauprojekt einreichen. Dieses führte zu Einsprachen, denn: Der Sondernutzungsplan ermöglichte eine Zufahrt für Anlieferungen von der Bushaltestelle her. Von dieser Möglichkeit machte der Investor allerdings nicht Gebrauch, was im Quartier wiederum – unter anderem – zu Befürchtungen führte wegen des Lastwagenverkehrs. «Die Behandlung der Einsprachen und der damit verbundene Schriftverkehr benötigten mehr Zeit als erwartet», fasst Frauchiger zusammen.

Der Gemeinderat, fügt er an, habe über Jahre mit der Landi Maiengrün, den Landbesitzern sowie den Anwohnern im Kontakt gestanden, habe sich bereits in der Phase der Sondernutzung für eine baldige Lösung eingesetzt. «Die Mitwirkung der Landeigentümer war sehr wertvoll. Insbesondere bei der Landumlegung konnte ein speditives Verfahren umgesetzt werden.»

Gebaut wird für die Zukunft

Parallel dazu konnte die Erschliessung – in Zusammenarbeit mit den Landeigentümern – geplant, der dazu notwendige Kredit im Juni 2014 von der Gemeindeversammlung genehmigt werden. Eine Herausforderung war laut dem Gemeindeammann, dass einige Parzellen schon längst überbaut waren, andere noch der Landwirtschaft dienten. Überdies wurde vom Gesetzgeber die Offenlegung der Bachröhre gefordert.

«Wir bauen für die Zukunft», hatte Frauchiger schon beim Spatenstich für die Erschliessung im Juni 2015 gesagt. Thalheim sei in den letzten Jahren kontinuierlich leicht gewachsen und verfüge auch heute noch über verschiedene bebaubare Parzellen, hält er heute abschliessend fest. Das zu erwartende Wachstum in nächster Zukunft könne die 830-Seelen-Gemeinde ohne zusätzliche Infrastrukturkosten bewältigen.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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