Schinznach-Bad

Vizeammann wirbt am Neujahrsapéro für Sympathie

Viele Gäste erschienen zum letzten offiziellen Neujahrsapéro der Kulturkommission in der Aula.

Morgens um 11 Uhr füllt sich die Aula im Mehrzweckgebäude langsam. Die Gäste erhalten von der Kulturkommission einen Button angesteckt, darauf ist das Wappen von Schinznach-Bad von Feuerfunken und Sternen und der Jahreszahl 2019 umgeben. Die Zahl 2019 läutet den Countdown für das letzte Jahr als eigenständige Gemeinde ein. Ab 1. Januar 2020 wird die Fusion mit Brugg vollzogen sein.

Auf den einzelnen Salontischen sind Gemüsedipps drapiert, vor der Fensterfront reihen sich zwei grosse Königskuchen und aufgetürmte Sandwiches aneinander. Rot- und Weisswein, Wasser und Orangensaft werden ausgeschenkt. Sonja Müller, Präsidentin der Kulturkommission, gesteht, dass heute ein wenig Wehmut dabei sei. «Wir haben noch einige Anlässe in diesem Jahr und es wäre schön, kämen so viele Leute wie an den Neujahrsapéro.»

Macht Kulturkommission weiter?

Gemäss Sonja Müller, die seit acht Jahren der Kulturkommission vorsteht, ist noch nicht klar, ob für sie per Ende 2019 Schluss sei. Wie allen Schinznacher Kommissionen wurde auch der Kulturkommission gekündigt. «Gemäss Fusionsvertrag geht es für uns aber weiter, wir wissen nur nicht, wie lange», erklärt Sonja Müller. Sie und ihre Kultkurkommissionskollegen Andrea Gerlinger, Urs Peter und Susanne Bircher warten nun auf die Brugger Bescheinigung, dass dem wirklich so ist.

«Danach wird der Schinznacher Gemeinderat in einem Brief informiert, das Budget muss bis im März eingegeben sein», sagt Sonja Müller, die nach ihrem langjährigen Engagement ein wenig amtsmüde ist. Sie und ihr Gremium wollten auf Ende 2019 zurücktreten. «Falls es dennoch weitergeht, würden wir weitermachen, bis Nachfolger gefunden sind.» Eine andere Option wäre ein noch zu gründender Verein, dann allerdings ohne ihre Mithilfe.

Altes vergeht, Neues entsteht

Die offizielle Rede hielt Vizeammann Jürg Meyer, denn Gemeindeammann Angela Lunginovic war entschuldigt, sie weilte im Ausland. Er blickte auf den 1. Januar 2020 voraus und erwähnte, dass im Hintergrund an Fristen und Verträgen gearbeitet werde. «Altes wird vergehen, Neues kann entstehen», zitierte Jürg Meyer den Satz einer Neujahrskarte, die er erhalten hatte. «Der Schreibende lieferte auch gleich den Umkehrschluss dazu: Neues kann nicht entstehen, wenn Altes nicht vergehen will.» Aus dieser Sicht habe er den eher positiven Satz nicht angeschaut, erklärte Jürg Meyer. «Es geht aber auch nicht darum, Altes zu vergessen.» Mithilfe des Wortes «Sympathie» baute er eine Brücke zu sympathischen Menschen, in deren Gegenwart wir uns geborgen fühlten. «Versuchen wir das neue Jahr so anzugehen, dass wir den Menschen mit Sympathie und Achtung begegnen.»

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