Villnachern
Anbau an der Längsseite: Der Kindergarten erhält mehr Platz

Die Stimmberechtigten in Villnachern entscheiden über eine ganze Reihe von Krediten – unter anderem über 2,1 Mio. Franken für die Sanierung des Mehrzweckgebäudes und die Erweiterung des Kindergartens.

Michael Hunziker
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Die Visualisierung zeigt, wie das Mehrzweckgebäude und der Kindgarten künftig daherkommen sollen.

Die Visualisierung zeigt, wie das Mehrzweckgebäude und der Kindgarten künftig daherkommen sollen.

zvg

Die Zukunft der Badi ist das Thema, bei dem die Wogen derzeit hochgehen in Villnachern. Es stehen aber weitere gewichtige Geschäfte an in der 1650-Seelen-Gemeinde: wie die Gesamtsanierung des Mehrzweckgebäudes sowie die Erweiterung des Kindergartens inklusive Fotovoltaikanlage. An der Gemeindeversammlung gelangt dafür ein Kredit von 2,1 Mio. Franken zur Diskussion. An diesen Kosten beteiligten wird sich die Gemeinnützige Genossenschaft Villnachern mit einem Unterstützungsbeitrag von 1,535 Mio. Franken.

Das Gebäude, das 1977 erstellt wurde, braucht eine Auffrischung. Die Räumlichkeiten des Kindergartens entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Schulräume, hält der Gemeinderat fest. Auch seien die elektrischen Installationen bei der letzten Prüfung als ungenügend bewertet worden. Der energetische Zustand der Liegenschaft entspreche zudem dem Standard aus der Bauzeit.

Der Baubeginn soll im Herbst 2022 erfolgen

Vor einem Jahr genehmigte das Stimmvolk einen Planungskredit über 70'000 Franken. Konkret vorgesehen ist nun, die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern mit entsprechenden Fenstern und Türen, einer neuen Dachisolation sowie weiteren kleinen Massnahmen. Auch die Erdbebensicherheit wird den heutigen Anforderungen angepasst.

Mittels eines Anbaus an der Längsseite wird, so ein weiterer Bestandteil des Projekts, zusätzlicher Raum für den Kindergarten geschaffen. Neu wird das Mehrzweckgebäude über einen einladenden Eingangsbereich zugänglich sein, führt der Gemeinderat aus. Der Kindergarten besteht aus zwei Haupträumen, zwei Garderobenbereichen, einem Gruppenraum, einem Besprechungs- und Lehrerzimmer sowie den Sanitäranlagen. Der Gemeinderat hält fest:

«Um den heute fehlenden gedeckten Aussenbereich für den Kindergarten zu schaffen, entsteht auf der westlichen Seite des Gebäudes ein Pavillon mit Geräteraum.»

Leisten will der Gemeinderat einen Beitrag zur Energiestrategie des Bundes. «Hierzu ist eine Fotovoltaikanlage auf der südlichen Dachfläche vorgesehen.» Erneuert werden soll nicht zuletzt die Transitleitung, über die das Mehrzweckgebäude durch die Pelletheizung im Schulhaus geheizt wird.

Verläuft alles reibungslos, kann der Umzug des Kindergartens in den Sommerferien 2022 erfolgen, der Baubeginn im Herbst und die Inbetriebnahme mit Beginn des Schuljahrs 2023/24.

Eine Steuererhöhung will der Gemeinderat verhindern

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Dienstag, 30. November, über den Kredit von 180'000 Franken für den Bau eines Spielplatzes auf dem Schulareal sowie den Kredit von 203'000 Franken für die IT-Ausstattung der Schule. Auch diese Projekte unterstützt die Gemeinnützige Genossenschaft Villnachern und übernimmt die kompletten Beträge.

Themen sind überdies die Stellenerhöhung der Schulverwaltung, der Kredit von 130'000 Franken für die Gesamtsanierung der Wasserleitung und Strasse Vierlinden, der Kredit von 82'400 Franken für die Entschädigung der Grundeigen­tümer in der Grundwasserschutzzone Stieracker, die unveränderten Entschädigungen für die Gemeinderatsmitglieder für die Amtsperiode 2022–25 sowie das Budget 2022 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 120%.

Dieses schliesst mit einem Verlust von 439'600 Franken ab (Vorjahresbudget Verlust von 348'300 Franken). Der an­gepasste Finanzplan zeigt gemäss Gemeinderat auf, «dass für die nächsten Jahre zwingend zusätzliche Massnahmen nötig sind, um einen längerfristig ausgeglichenen Finanzhaushalt zu erreichen».

Eine Herausfor­derung für Villnachern seien die stark gestiegenen, hohen und kaum beeinflussbaren Kosten in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Aber: Der Gemeinderat will eine Steuererhöhung «mit einem konsequenten Kostenmanagement, einer Beschränkung der Investitionen auf das Nötigste sowie strukturellen Veränderungen nach Möglichkeit verhindern».

Gemeindeversammlung Dienstag, 30. November, 20.15 Uhr, Turnhalle.

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