Villigen
Anbauversuch mit Hülsenfrucht: Kommen schon bald Erdnüsse aus dem Aargau?

Ständig auf der Suche nach neuen, spannenden Kulturen: Die Max Schwarz AG in Villigen wagt in diesem Jahr auf einer kleinen Fläche erstmals einen Anbauversuch mit Erdnüssen. Nur das Wetter will noch nicht mitmachen.

Michael Hunziker
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Kultiviert werden die Erdnüsse in zwei Kalttunnels auf einer eher – noch – kleinen Fläche von rund 12 Aren.

Kultiviert werden die Erdnüsse in zwei Kalttunnels auf einer eher – noch – kleinen Fläche von rund 12 Aren.

Bild: zvg /
Max Schwarz AG

Bringt der Samichlaus dieses Jahr Erdnüsse aus dem Aargau? Diese Möglichkeit besteht durchaus. Die Max Schwarz AG in Villigen unternimmt erstmals einen Anbauversuch – und ist gespannt auf das Resultat.

Das Unternehmen sei ständig auf der Suche nach neuen, spannenden Kulturen oder anderen Innovationen, antwortet Produktionsleiterin Judith Meier auf die Frage, wie es dazu gekommen ist:

«Erdnüsse werden versuchsweise zwar bereits länger in der Schweiz angebaut, aber trotzdem wollten wir uns nun selber daran wagen.»

Die Idee, fügt die Produktionsleiterin an, sei relativ spontan entstanden bei einem Brainstorming als Input des Verkaufsleiters René Wacker.

Kultiviert werden die Erdnüsse in zwei sogenannten Kalttunnels auf einer eher – noch – kleinen Fläche von 12 Aren. «Für uns ist die ganze Kultur neu», erklärt Judith Meier. «Dadurch fangen die offenen Fragen bei einem geeigneten Anbausystem an und hören bei den benötigten Klimabedingungen für eine erfolgreiche Ernte auf.»

Der kühle und wenig sonnige Mai macht derzeit zu schaffen.

Der kühle und wenig sonnige Mai macht derzeit zu schaffen.

Bild: zvg /
Max Schwarz AG

Im Moment, fährt die Produktionsleiterin fort, mache vor allem der kühle und wenig sonnige Mai zu schaffen. «Das sind ganz sicher keine guten Wachstumsbedingungen für die ursprünglich aus den Anden stammende Hülsenfrucht.»

Eine weitere Herausforderung sei die Verarbeitung einer solchen kleinen Menge. Die Max Schwarz AG hofft in erster Linie, Erkenntnisse zu gewinnen und auch eine Erntemenge zu erzielen, die dann im eigenen Verkauf direkt ab Produktion abgesetzt werden kann. Judith Meier:

«Ist der Anbau erfolgreich, können wir uns vorstellen, nächstes Jahr eine etwas grössere Menge zu produzieren und uns vielleicht auch im Freilandanbau zu versuchen.»

Um Ideen ist die Max Schwarz AG aus Villigen sowieso nie verlegen. In bester Erinnerung ist das Wasserschlossreis-Projekt, das der Gemüseproduzent zusammen mit regionalen Landwirten erfolgreich lanciert hat in Brugg-Lauffohr und Würenlingen. Das Interesse am Nassreis sowie an den 500-Gramm-Säckchen, die in den Verkauf gelangten, war bei den bisherigen zwei Ernten in den Jahren 2019 und 2020 jedenfalls riesig.