Trotz grosser Hitze am Donnerstagabend waren die Gemeindeversammlungen in Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen gut besucht. Die Stimmberechtigten entschieden in allen vier Gemeinden über den Zusammenschluss zur Gemeinde Böztal. Teilweise wurde Mineralwasser an die Anwesenden verteilt, um die schwül-warmen Temperaturen etwas erträglicher zu machen.

Bereits um 20.45 Uhr stand der Entscheid aus Hornussen fest: Die Hornusser Stimmberechtigten wollen die Fusion. Vizeammann Guy David präsentierte zuvor nochmals die Vorlage. Er blickte auf die Abklärungen und die Arbeiten in den Arbeitsgruppen zurück und plädierte für eine Fusion. «Mit dem Zusammenschluss können wir gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden unsere Zukunft gestalten.» Er wies auf finanzielle Einsparungen, die mögliche Nutzung von Synergien und den Vorteil einer koordinierten Raumplanung hin. Die Meinungen waren in Hornussen offenbar schon vor der Versammlung gemacht: Nach Davids Ausführungen gab es keine einzige Wortmeldung. Und so zeigte die Abstimmung dann auch ein klares Bild: 92 Ja- standen 24 Nein-Stimmen gegenüber. Ein Stimmberechtigter enthielt sich.

Kurz nach Hornussen fiel auch in Elfingen die Entscheidung. Im Vorfeld der Abstimmung über den Fusionsvertrag gab es lediglich zwei kurze Wortmeldungen. Nach diesen stellte ein Stimmbürger den Antrag, in geheimer Wahl über den Fusionsvertrag abzustimmen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Anschliessend sagte der Souverän mit 56 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und fünf Enthaltungen deutlich Ja zum Zusammenschluss. Gemeindeammann Giovanni Carau sagte nach der Gemeindeversammlung: «Der Gemeinderat ist positiv überrascht von der deutlichen Annahme des Zusammenschlussvertrags.»

In Bözen wurde, trotz Kritik am Fusionsvertrag im Vorfeld der Gmeind, keine grundsätzliche Opposition laut. Nachdem Gemeindeammann Robert Schmid die wichtigsten Punkte des Zusammenschlusses vorgestellt hatte, gab es Fragen zum Steuerfuss, zur Elektra und zur Opposition gegen den zuerst gewählten Gemeindenamen «Oberes Fricktal». Die Meinungen aber schienen gemacht. Mit 109 zu 6 Stimmen sagten die Stimmberechtigten (120 von 555 waren anwesend) deutlich Ja zum Fusionsvertrag.

Gross war der Aufmarsch auch in der schwül-warmen Turnhalle in Effingen: Anwesend waren 91 – von insgesamt 416 – Stimmberechtigten. Gemeindeammann Andreas Thommen sprach von einem historischen Tag, einer historischen Abstimmung. Die Gemeinde sei zwar bisher gut alleine zurechtgekommen, stellte er fest. Aber es gelte, an die Jugend zu denken, fügte er an. «Stimmen Sie für ein Gebilde, das zukunftsfähig ist.» Nach seinen Ausführungen zum Inhalt des Zusammenschlussvertrags sowie zu den Auswirkungen und Chancen einer Fusion, meldeten sich in der Frage- und Diskussionsrunde nur gerade drei Anwesende zu Wort. Ein Antrag auf geheime Abstimmung wurde klar abgelehnt. Der Zusammenschluss wurde schliesslich nach rund einer Stunde deutlich mit 74 Ja- zu 16-Nein-Stimmen angenommen.
Mit dem positiven Entscheid in allen vier Kommunen nimmt die neue Gemeinde Böztal die erste Hürde. Am 24. November folgt die obligatorische Urnenabstimmung. 

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