Windisch

Vier Kühe und eine Geiss: Rekordkollekte geht ans Ruanda-Hilfswerk

Über 140 junge Sängerinnen und Sänger treten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle auf und sorgen für eine packende Darbietung.

Über 140 junge Sängerinnen und Sänger treten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle auf und sorgen für eine packende Darbietung.

Fantasie-, stimmungs- und humorvoll: Die Weihnachtsfeier des Schulhauses Dorf hat entzückt. Mit der Feier haben die Schüler Geld zum fünften mal für Viehverteilung in Ruanda gesammelt. Ein rekordhoher Betrag kam zusammen.

Bereits die fantasievolle Tierdekoration im Windischer Schulhaus Dorf stimmte auf das Motto der Weihnachtsfeier ein: «Maus & Co». In der vollbesetzten Mehrzweckhalle dann machten in den Vorträgen noch viel mehr Tiere ihre Aufwartung, so Elche, Spatzen, Kamel, Reh, Rentier, Eisbär. Sie alle feierten – zum Leben erweckt von 147 Schülerinnen und Schülern der 1. bis 6. Klasse – an diesem Abend Weihnachten.

Es entwickelte sich eine stimmungsvolle wie packende Aufführung, die Herz und Gemüt erfreute. «Mir Schöfli händs so wunderbar» galt auch für die Besucher, und beim von Blockflöten der Drittklässler begleiteten Lied «Nöch bi Ochs und Eseli» sah man sich in den Stall von Bethlehem versetzt. Klangstabbegleitung und ein Sprechgesang sorgten für Akzente. Humorvoll dann das Kamellied, und die Lehrerin Anita Sturzenegger hatte eigens fürs Weihnachtssingen einen reizvollen Kanon über den Winterschlaf des Igels komponiert. Sie, Brigitte Giovanelli und Martina Clivio waren für die souveräne Chorleitung verantwortlich. 

Applaus wollte nicht enden

Der nicht enden wollende Schlussapplaus, der mit einer Zugabe belohnt wurde, war ein herzliches Dankeschön an die Kinder und die Lehrkräfte wie auch an Martin Hoffmann für die treffliche Begleitung am Klavier.

Dass die Schüler gesanglich sehr gut geschult sind, kommt nicht von ungefähr, wie Ruth Peter von der Schulhausleitung verriet. Das Singen hat hier einen grossen Stellenwert, so gehören Chorstunden, abwechselnd 1. bis 3. und 4. bis 6. Klasse, zum wöchentlichen Unterrichtsprogramm.

Die diesjährige Aufführung war zugleich ein kleines Jubiläum: Zum fünften Mal war die am Schluss erhobene Kollekte für das Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda bestimmt und ergab zur riesigen Freude der Schüler und Lehrerschaft eine Rekordsumme von 2503 Franken.

Kühe für Familien in Ruanda

Das Geld ist dem «tierischen Motto» des Anlasses folgend für die Viehverteilung in Ruanda bestimmt: Vier Kühe und eine Milchgeiss können damit armen Familien verschenkt werden. In einem von Ruth Peter geführten Kurzinterview zeigte der Vizepräsident des Stiftungsrats (und AZ-Berichterstatter) auf, wie wertvoll, ja überlebenswichtig die Unterstützung von mittellosen Familien durch die Zuteilung einer Kuh oder von Milchgeissen ist. Und mit Applaus nahmen die Besucher auch zur Kenntnis, dass jeder für das Hilfswerk gespendete Franken ohne jeglichen Abzug den Notleidenden zugutekommt.

Mit dem von Eltern gespendeten Apéro endete die wunderschöne Einstimmung auf Weihnachten.

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