Gemeindeversammlungen

Vier Gemeinden spannen für Schulsozialarbeit zusammen — vor der eigentlichen Fusion

Im Gemeindehaus Bözen findet am Freitag die Gemeindeversammlung statt.

Gemeindeversammlung

Im Gemeindehaus Bözen findet am Freitag die Gemeindeversammlung statt.

Die Stimmbürger von Bözen entscheiden an der Gemeindeversammlung zudem über einen Landerwerb und verschiedene Kredite.

Noch bevor mit der Urnenabstimmung vom 24. November entschieden wird, ob Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen (BEEH) per 2022 zur Gemeinde Böztal fusionieren, sollen die Primarschulen für die Einführung der Schulsozialarbeit zusammenspannen. Der Wandel im gesellschaftlichen Umfeld in den letzten Jahren könne bei den Schülern zu Orientierungslosigkeit, Motivationsschwäche oder steigender Aggressionsbereitschaft führen, heisst es in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 20. November.

Damit sich die Lehrpersonen weiterhin möglichst zielgerichtet ihrem Bildungsauftrag widmen können, brauche es entsprechende Unterstützungsangebote. Die Schulleitungen und Schulpflegen der BEEH-Gemeinden haben dazu ein Konzept erarbeitet. An den drei Schulen Bözen-Elfingen, Effingen und Hornussen soll die Schulsozialarbeit mit einem 40-Prozent-Pensum vom Kindergarten bis zur 6. Primarschulklasse eingerichtet werden.

Das Angebot steht allen am Schulalltag Beteiligten offen. Für die jährlichen Kosten von 56'000 Franken ist aufgrund von Erfahrungswerten vorerst folgender Kostenverteiler vorgesehen: Effingen 10 Prozent, Elfingen 3 Prozent, Bözen 7 Prozent und Hornussen 20 Prozent.

Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat Bözen an der Wintergmeind jährlich wiederkehrende Kosten von 9800 Franken für die Einführung der Schulsozialarbeit. Eine Anpassung des Kostenteilers ist nach einem Jahr – je nach Aufwand der zu betreuenden Kinder – möglich.

Nach Erschliessung will die Gemeinde das Bauland verkaufen

Ausserdem werden an der Gmeind in Bözen sieben Jungbürger mit Jahrgang 2001 aufgenommen und über drei weitere Verpflichtungskredite entschieden: Für die Fremdwassereliminierung und den neuen Deckbelag Schulstrasse werden 341'933 Franken beantragt, für die periodische Instandstellung der Flurstrassen 130'000 Franken und für den Landerwerb der Parzelle Nr. 774 insgesamt 460'000 Franken.

Die Parzelle wurde dem Gemeinderat von Ueli Büchli zum Kauf angeboten. Sie liegt im Gebiet Ausserdorf in der Wohnzone W2, ist aber noch nicht erschlossen. Der Gemeinderat möchte nach der Erschliessung der Parzelle das Bauland zum Kauf anbieten.

Die Stimmbürger werden an der Gmeind zudem über zwei Kreditabrechnungen befinden: Bei der Entwässerung Kirchrain-Kirchweg wurde der Teilkredit von 185'000 Franken um Fr. 14713.65 überschritten. Der Verpflichtungskredit in der Höhe von 240'000 Franken für die Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED wurde mit Fr. 71'621.60 unterschritten.

Das Budget 2020 mit einem unveränderten Steuerfuss von 118% sieht beim Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit ein Minus von 73'200 Franken vor. Der Nettofinanzertrag beträgt 118'600 Franken, womit sich ein operatives Ergebnis von 45'400 Franken ergibt.
Die Wintergmeind findet am nächsten Mittwoch für die Ortsbürger um 19.30 Uhr und für die Einwohner um 20 Uhr im Gemeindesaal statt. (cm)

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