Windisch

Viele alte Gerätschaften fanden am Windischer Rampenverkauf neue Besitzer

Der alte Postwagen leuchtet immer noch in strahlendem Gelb.

Der alte Postwagen leuchtet immer noch in strahlendem Gelb.

Ein grosser Rampenverkauf der Gemeinde zog am Samstag viele Interessierte zur Klosterscheune Königsfelden – und so mancher Kunde weiss gar nicht so recht, was er da eigentlich gekauft hat. Doch: Bei Liebhabern alter Gegenstände ist dies oft sekundär.

Der Rampenverkauf geht auf die Tatsache zurück, dass die Gemeinde Windisch einst die Schaffung eines Ortsmuseums plante. In diesem Zusammenhang sammelte sie Gerätschaften, welche in verschiedenen Magazinen und im Estrich der Klosterscheune eingelagert waren. Ueli Reifler, stellvertretender Werkhofleiter, hat den Rampenverkauf vom Samstag in der Klosterscheune mitorganisiert: «Weil der ehemalige Ammann Walter Spillmann vor einigen Jahren selbst das Ortsmuseum Schürhof mit Ausstellungsgut aus Landwirtschaft und Gewerbe eröffnet und auch einen Teil der seinerzeit im Dorf zusammengetragenen Maschinen und Gegenstände übernommen hat, verfolgte die Gemeinde ihr Projekt nicht weiter», sagt Reifler. «Nun hat die Gemeinde die übriggebliebene Ware freigegeben.»

«Was ist denn das?», fragt man sich ab und zu beim Betrachten einzelner Stücke, welche viele Jahrzehnte auf dem Buckel haben und heute nicht mehr gebräuchlich sind. «Ich weiss nicht, was ich da erworben habe», sagt ein Käufer, der ein schmuckes Metallkästchen mit eingebautem Bunsenbrenner von dannen trug. «Und niemand kann mir dieses wie eine Art Samowar oder Grablicht aussehende Ding erklären. Aber es fasziniert mich, und aus diesem Grund habe ich es einfach gekauft», so der Mann schmunzelnd.

Die meisten Gerätschaften waren aber doch klar identifizierbar. Die Palette reichte von Handwerkzeug über Haushalt- und Freizeitutensilien, Grabschmuck, Landmaschinen, Pferdegeschirr, Kuhglocken bis hin zum gelben Posthandkarren. Auch Gefährte wie drei Munitions-Fourgons der Armee und ein kutschenähnlicher Schlitten mit einstmals feudaler Sitzpolsterung waren zu finden.

Das Interesse der Besucher war kurz nach dem Start der Verkaufsaktion am grössten, wollte man sich doch die ins Auge gefassten Gegenstände rechtzeitig sichern. Ueli Reifler: «Den genauen Erlös des Rampenverkaufes eruiert die Finanzverwaltung nächste Woche. Die Einnahmen gehen an die Sanavita AG, welche das Pflegeheim und die Alterssiedlung Lindenpark betreibt, und an die regionale Spitex AG.» So erfüllen die antiken Gegenstände noch einen sinnvollen Zweck im Dienste von betagten oder pflegebedürftigen Menschen.

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