Birrhard
Viel Publikum am diesjährigen Brötliexamen-Umzug

Hunderte von Kindern aus den Gemeinden Birr, Birrhard, Lupfig und Scherz haben am Sonntagmorgen – passend verkleidet zum Motto «Mutig, mutig» – am Brötliexamen-Umzug teilgenommen.

Carolin Frei
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Auf der Strasse mit einem Leiterwagen voller Blumen für den Mut.

Auf der Strasse mit einem Leiterwagen voller Blumen für den Mut.

An der Trottmannstrasse in Lupfig haben sich die Kindergärtler und Schulklassen blockweise aufgestellt, um dann kurz nach 9 Uhr mit dem obligaten Brötliexamen-Umzug zu beginnen. Da sah man etwa Ritter, Drachenfänger, eine ganze Klasse voller Globis oder auch Spinnen.

Mittel- und Oberstufenschüler gefielen sich und den Zuschauern am Strassenrand als Polizisten, Piraten, Astronauten und Zorros. Vorbei am Publikum, das die Strassen säumte, gings durchs Dorf Richtung Birr und dort zum Schulzentrum Niedermatt. Nicht aber, ohne sich vorher einen kurzen Kontermarsch zu liefern – auch ein Detail, das zur Tradition des Umzugs gehört. Danach traf man sich in der Mehrweckhalle zur Morgenfeier. Die 1300 Stühle waren schnell besetzt. Nach der Begrüssungsrede von Patrik Marty, Schulpflegepräsident von Birrhard, und einer musikalischen Einlage der Rockband der Musikschule Eigenamt trat die Festrednerin Antoinette Hunziker-Ebneter ans Mikrofon. Sie ist CEO einer unabhängigen Vermögensmanagement-Gesellschaft mit Sitz in Zürich. «Vor meinem 45. Geburtstag, also vor sieben Jahren, habe ich mich entschieden, meine persönlichen Werte wie Ehrlichkeit, Respekt vor Mensch und Umwelt, den Mut, Neues zu schaffen und auch den Mut, Nein zu sagen, beruflich und privat konsequent umzusetzen», sagte sie.

Hunziker-Ebneter gründete mit Partnern und Mitarbeitenden eine eigene Firma. Sie gab sich drei Jahre Zeit, um Erfolg zu haben. Den hat sie geschafft. Die Brötliexamen-Rednerin erklärte, es gebe eine wichtige Regel im Leben: «Man darf nur ausgeben, was man hat. Für Kinder gilt, nur das Geld verwenden, das man im Sparschwein hat.»

Sie rollte in ihrer Rede die aktuelle Finanzkrise auf und meinte, dass viele Länder genau diese Regel missachten würden. Zum Schluss hielt sie fest: «Die Veränderung schaffen wir nur, wenn wir alle die Verantwortung in unserem Umfeld wahrnehmen. Lasst uns wieder viel mehr hinterfragen – so wie die Kinder.» Es sei nicht genug, zu wissen, man müsse es auch tun, schloss die Rednerin.

Am Nachmittag standen dann verschiedene Aktivitäten und die Aufführung des Stücks «Mutig, Mutig» auf dem Programm.

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