Brugg
Viel Bewegung am Lernfestival – und das während 24 Stunden

38 verschiedene Angebote sind beim Lernfestival am Wochenende auf dem Programm gestanden. Als Publikumsrenner erwiesen sich die Salsa Night und die Musikwerkstatt.

Carolin Frei
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Die Sum-Sum-Cats bei ihrer Show
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Viel Bewegung am Lernfestival Brugg
Erste Kletterversuche der dreijährigen Ronja
Profi Cédric und Klein-Ronja beim Bouldern
Ruth Jermann (rechts), Projektleiteri,n erzählt Sabine Wiemann wie die Online-Aktion ich schreibe funktioniert

Die Sum-Sum-Cats bei ihrer Show

cfr

«Ich finde das Lernfestival eine gute Sache», sagt Andy Ollram aus Riniken. Er sei zum zweiten Mal beim Anlass «Brugg in Bewegung» mit von der Partie, werde nachher ins Kino gehen und sich noch eine Show anschauen.

Spass hat auch die Dreijährige Ronja. Sie ist mit ihrer Mutter Miranda Eisenring beim Bouldern an der Kletterwand im Arcta-Sport. Bouldern ist Klettern ohne Kletterseil an Felsblöcken, Felswänden oder an künstlichen Kletterwänden – in Absprunghöhe. Während Ronja noch etwas zaghaft an die Sache herangeht, hangelt sich Miranda Eisenring gekonnt von Griff zu Griff. Sie mache das nicht zum ersten Mal, sei jedoch schon länger nicht mehr geklettert. Das Bouldern wird von Cédric geleitet. Er selber frönt seit sechs Jahren dieser Sparte des Sportkletterns.

Lebenslanges Lernen

Stadträtin Andrea Metzler zeigte sich in ihrer Rede an der Eröffnungsfeier beeindruckt von der Fülle der angebotenen Aktivitäten. Und sie freue sich, dass das Ziel vom Lernfestival – lebenslanges Lernen – bereits in 50 Ländern umgesetzt werde.

Ruth Jermann, nationale Projektleiterin des Lernfestivals, hob in ihrer Rede hervor, dass «Brugg in Bewegung» mit seiner 24-Stunden-Plattform einzigartig sei. Und sie lud die Gäste ein, bei der Aktion «ich schreibe» mitzumachen.

Beim Lernfestival, das jeweils von Freitag 17 Uhr bis Samstag 17 Uhr dauert, werden rund um die Uhr an verschiedenen Orten in der Schweiz Kurse angeboten. Allerdings konnten die Aktivitäten in Brugg von morgens 2 bis 6 Uhr nicht vor Ort, sondern nur über den Computer zu Hause genutzt werden.

Unterschiedliches Interesse

«Das Interesse an den einzelnen Angeboten war sehr unterschiedlich», zieht Monika Mösch am Samstagabend Bilanz. Sie zeichnet als Bildungsverantwortliche des Berufsverbands für Gesundheit und Bewegung Schweiz für die Organisation des Anlasses mitverantwortlich. Viele der Kurse in den Bewegungsräumen, auch die Angebote des Vindonissa Museums und des Kinos Odeon seien zum Teil von zwei bis vier Personen und damit eher bescheiden besucht worden.

Die Renner waren dafür die Salsa Night mit 50 Personen, die beiden Events in der Musikwerkstatt mit je 15 Interessenten und das Yoga mit 12 Besuchern. Die Bühnenshow um 20 Uhr sei ein eigentlicher Publikumsmagnet gewesen und habe 130 Schaulustige auf den Platz geholt, berichtet Monika Mösch weiter.

Hingegen vermochten die Leseinseln beim Erlebnispfad mit null Besuchern oder das Foto-Quiz mit zwei Interessenten nicht wirklich zu begeistern. Besser besucht waren dafür die Station «Herz tonen», Armbändeli-Knüpfen, der Rätseltisch und die Humortankstelle.

«Die Ernte beim Geschichte-Schreiben fiel eher bescheiden aus», sagt Mösch. Nichtsdestotrotz wird das Lernfestival in die nächste Runde gehen. Man wolle am Ziel, lebenslanges Lernen auf spannende Weise den Menschen näher zu bringen, weiter festhalten und in zwei Jahren sogar mit der Kulturnacht zusammenspannen.