Nicht nur im Zusammenhang mit dem aktuellen Entscheid der Schweizerischen Nationalbank zur Aufhebung der Euro-Untergrenze gegenüber dem Franken stehen die Finanzen derzeit im Fokus. Auch die Theatergruppe des Turnvereins Mönthal beschäftigt sich in ihrer diesjährigen Aufführung mit dem Thema Geld – oder besser wie man es behalten kann.

Die Theatergruppe präsentiert unter der Regie von Jörg Birrfelder das Dreiakter-Lustspiel «Verruckts Gäld» von Ray Cooney in der Dialektfassung von Rico Spring.

Im Zentrum der turbulenten Handlung der Kriminalkomödie steht Heinz Binder (Patrik Wehrli). Er verwechselt im überfüllten Bus seinen Aktenkoffer mit jenem eines Fremden. Im Koffer befinden sich zwei Millionen Franken in Hunderternoten. Binder will die Riesensumme behalten und mit seiner Frau Jeannette (Yvonne Wächter) sofort nach Spanien verschwinden. Seine geschockte Gattin will aber nicht verreisen, denn zur Geburtstagsfeier von Heinz erwarten sie das befreundete Paar Jorns.

Kein Entkommen für Besucher

Bettina (Barbara Widmer) und Rolf (Luki Merkli) werden nach ihrem Erscheinen ins Geschehen verwickelt, und die Sache wird zusätzlich durch das Auftauchen von Kantonspolizei-Wachtmeister Rüfenacht (Boris Beck) und Kriminalkommissarin Schlatter (Jeannine Tschann) verkompliziert.

Bald stecken jedoch alle ausser Kommissarin Schlatter unter einer Decke und wollen vom unerwarteten Geldsegen profitieren.

Dauernde Anrufe eines Fremden (Stefan Brack), der nach der «Aktentas» fragt, verunsichern, und dies erst recht, nachdem die Meldung über den Mord am rechtmässigen Aktenkoffer-Besitzer eintrifft. Dessen Leiche wird mit Heinz Binder verwechselt, weil der unbekannte Tote noch im Fluss dessen vertauschten Aktenkoffer umklammert hielt. Nun muss ein komplexes Lügengebäude mit falschen Identitäten aufgebaut werden, um die Sache nicht auffliegen zu lassen. Nachdem er die Adresse der Familie Binder herausgefunden hat, taucht unter mysteriösen
Umständen ein ausländischer Drogendealer in der Wohnung auf und verlangt die Herausgabe des Geldes. Er kann jedoch mit vereinten Kräften überwältigt werden.

Clevere Taxifahrerin hilft aus

Zum Schluss nimmt die Handlung – auch dank der cleveren Taxifahrerin Brigitte (Helene Brändle) – eine Wendung, welche Heinz Binder schliesslich jubelnd ausrufen lässt: «Und jetzt ab nach Barcelona. Olé!» Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Was aber gesagt werden darf, ist, dass die verschiedenen Rollen glänzend besetzt sind, wovon man sich noch am kommenden Freitag- und Samstagabend überzeugen kann.

«Verruckts Gäld»: 23. und 24. Januar, 20.15 Uhr; Turnhalle Mönthal. Reservation: Helene Brändle unter 056 / 284 23 94 (Mi. - Fr. 18 bis 20 und Sa. 14 bis 16 Uhr).