Verkehrskonzept Oase
Interessengemeinschaft spricht von bedauerlichem Entscheid: «Wir wollen keine Zerstörung des Lebensraums Aufeld»

Die Interessengemeinschaft «Oasar – Oase, aber richtig» befürchtet, dass noch mehr Lastwagen durch die Region Brugg/Windisch fahren werden.

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Am 10. April dieses Jahres fand der Oasar-Protestspaziergang statt.

Am 10. April dieses Jahres fand der Oasar-Protestspaziergang statt.

Bild: zvg

(mhu) Der Grosse Rat hat das Regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase) nicht ausgebremst: Für den Raum Brugg ist die Festsetzung im Richtplan beschlossen worden am Dienstag. Der Rat genehmigte alle Anträge der Regierung mit einer knappen ⅔-Mehrheit.

Die überparteiliche, unabhängige Interessengemeinschaft «Oasar – Oase, aber richtig» bezeichnet den Entscheid als bedauerlich. Fälschlicherweise werde von einer «Zen­trumsentlastung» gesprochen. «Tatsächlich werden bei einer Realisierung des Projekts aber noch mehr Lastwagen durch unsere Region fahren», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Transporte aus dem süddeutschen Raum auf die Autobahn A1, ist die Interessengemeinschaft überzeugt, werden stark zunehmen. Die Interessengemeinschaft fügt an:

«Der Entscheid ist umso bedauerlicher, als die bürgerlichen Parteien doch sonst vehement gegen eine Öffnung hin zur EU sind.»

Mit der Richtplanfestsetzung werde aber genau das erreicht: Angeboten werde eine Strasse, welche die Zufahrt aus dem süddeutschen Raum erleichtern werde. Dem Schwerverkehr aus der EU werde Tür und Tor geöffnet. Kurz: «Wir wollen keine Zerstörung des Lebensraums Au­feld und wir wollen keine Verbauung des künftigen Entwicklungsgebiets SBB/Kabelwerke in Windisch», fasst die Interessengemeinschaft Oasar zusammen. Und:

«Wir verlangen, dass die Verkehrsprobleme behoben und nicht verschoben werden und wir fordern eine Mobilitätsstrategie, welche die Klimaziele respektiert.»