Der 2008 gegründete Förderverein Campussaal unterstützt nicht den kommerziellen, sondern den kulturellen Betrieb sowie gesellschaftliche Aktivitäten. Die Vereinigung weist rund 200 Mitglieder auf. «Unter diesen sind neben der öffentlichen Hand – Gemeinden und Institutionen – Unternehmen und Privatpersonen sowie rund ein halbes Dutzend Vereine vertreten», zählt Präsident Anton Lauber auf.

Damit die Region vom Campusaal profitiert, können innovative Veranstalter beim Förderverein Unterstützung beantragen. Diese beträgt 1000 bis 5000 Franken, was ca. 5 bis 20 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Die Beträge werden nicht etwa den Gesuchstellern,sondern dem Betreiber des Campussaals nach erfolgter Durchführung des Anlasses ausbezahlt.

Kein Giesskannen-Prinzip

Gefördert wird nicht nach dem Giesskannen-Prinzip. Der gezielte Einsatz der Mittel wird vielmehr durch Fördergrundsätze gewährleistet, die auf den Statuten des Vereins aufbauen. So müssen Anlässe, die unterstützt werden, nicht nur einen Bezug zur Region haben, sondern zudem bestimmten Kriterien – wie Stimmigkeit, Professionalität, Relevanz, Resonanz oder Machbarkeit – Rechnung tragen.

Grundsätzlich nicht unterstützt werden zum Beispiel Gesuche für Benefizveranstaltungen, Vereinsanlässe und Quartierfeste (nicht öffentlich), Veranstaltungen im Rahmen von politischen Anlässen sowie solche, die in einem religiösen Kontext stattfinden.

Er wird mehr wahrgenommen

Geschätzt wird laut Förderkriterien «eine hohe Eigenständigkeit des Projekts, Interdisziplinarität und ein Anregen von neuen Sichtweisen (Innovation). Ebenso wird ein vernetztes Arbeiten unter Institutionen und Kulturschaffenden begrüsst». Der Förderverein Campussaal ist sechs Jahre alt.

Wird er mittlerweile bei den regionalen Vereinen mehr wahrgenommen als zu Beginn? «Das auf jeden Fall», beteuert Präsident Anton Lauber und fügt sogleich hinzu: «Das Potenzial des Fördervereins könnte allerdings noch besser genutzt werden.» Das heisst: Es gibt noch Luft nach oben.

Wie viele Gesuche gingen seit Eröffnung des Campussaals beim Förderverein ein? «Ein gutes Dutzend», so Anton Lauber, «wobei inzwischen die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch den Saal für zehn Anlässe unter ihrem Patronat mietfrei vergeben können.» Laut Lauber hat der Förderverein bis heute 10 Anlässe unterstützt. Wie sieht es für 2015 aus? «Bisher sind nur einige wenige Gesuche und Anfragen eingegangen», sagt der Präsident.