Nach Nagra-Entscheid
Vandalen verkleben Aargauer Ortsschilder mit Anti-Atommüll-Plakaten

In drei Aargauer Bezirken haben Vandalen Ortsschilder mit gelben Anti-Atommüll-Plakaten überklebt. Weil dies gegen das Strassenverkehrsgesetz verstösst, haben die Unbekannten nun eine Strafanzeige am Hals.

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Von Atommüll-Gegnern verklebte Ortsschilder in der Gemeinde Bözberg

Von Atommüll-Gegnern verklebte Ortsschilder in der Gemeinde Bözberg

Hans Meier
Von Atommüll-Gegnern verklebte Ortsschilder in der Gemeinde Bözberg

Von Atommüll-Gegnern verklebte Ortsschilder in der Gemeinde Bözberg

Hans Meier

Am Samstag verklebten unbekannte Gegner eines Atommüll-Endlagers nach dem Nagra-Entscheid die Ortsschilder zahlreicher Gemeinden um und auf dem Bözberg. Die leuchtgelben Plakate mit der Aufschrift «Atommüll Sperrzone» und der jeweiligen Gemeinde wurden in 22 Ortschaften in den Bezirken Laufenburg, Zurzach und Brugg aufgehängt. Klein geschrieben heisst es: «Von BFE/NAGRA über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entschieden.»

Die Regionalpolizei Brugg bekam am Samstagmorgen von vielen Personen Meldung über die abgedeckten Schilder. «Wir schickten sofort Patrouillen los, um dem auf den Grund zu gehen», sagte der Polizeichef Brugg Heiner Hossli auf Anfrage der az.

Das Überdecken von Strassenschildern sei grundsätzlich nicht erlaubt und verstosse gegen das Strassenverkehrsgesetz. Die Polizei erhob deshalb Strafanzeige gegen Unbekannt, wie Hossli sagte. Wer für die Aktion verantwortlich ist, könne man noch nicht sagen.

Die Plakate wurden mittlerweile unter anderem auch von der Polizei wieder entfernt. Wer die restlichen Plakate entfernt hat, ist der Polizei nicht bekannt. (tr)