Veltheim

«Välte läbt»: Zwölf Künstler stellen im Grünen aus

Die Kulturvereinigung «Välte läbt» lädt zur Kunsthandwerk-Ausstellung in der Gärtnerei Aareblumen in Au-Veltheim ein.

Einmal im Jahr macht sich in der Gärtnerei Aareblumen Kunst breit. Dann sind inmitten der Grünpflanzen, farbenfrohen Frühlingsblumen und stilvoll bepflanzen Körbe auch noch Bilder, Skulpturen, Möbel, Gebrauchsgegenstände und Dekorationsobjekte zu bestaunen und käuflich zu erwerben. In diesem Jahr organisierte die Kulturvereinigung «Välte läbt» bereits die zwölfte Ausstellung und hat dafür zwölf Künstlerinnen und Künstler nach Au-Veltheim geholt. Dort präsentieren sie bis zum 23. Februar grosses und kleines Kunsthandwerk.

Die drei Herren der Kapelle Wynegruess aus Gränichen stimmen mit ihren zünftigen Melodien auf die Vernissage ein. Vreni Klaus, Co-Präsidentin der Kulturvereinigung, bittet im Anschluss daran alle Kunstschaffenden, etwas über sich und ihre Werke zu erzählen.

Aus mehreren Möbeln entsteht ein Unikat

Fred Charen aus Schöftland stellt beispielsweise seine Steinkapriolen aus. Auf einem seiner Tische liegen Oloide aus Speckstein, Alabaster und Ytong. «Ein Oloid ist eine geometrische Figur, die erst vor 90 Jahren entdeckt wurde», erklärt er. Sie besteht aus nur einer Fläche und zwei Kanten und rollt in einer taumelnden Bewegung voran. Lisa Jost aus Frick hat mit Steinen nichts zu tun, dafür mit Schere und Papier. Ihre schwarzen Papierschnitte auf weissem Grund zeugen wortlos von Präzision und viel Geduld. Die Trauerweide vor ihr besteht allein aus über 1000 Ästen.

Das Herz von Heinz Fiechter aus Riken hängt an alten Möbeln. Sein Kunsthandwerk besteht darin, aus mehreren Möbeln etwas Neues zu schaffen – ein Unikat mit einer speziellen Geschichte.

Die weiteren Künstler sind Maricor Borgeaud aus Rupperswil mit ihrer dekorativen Betonkunst und Heidrun Dubiski aus Oberentfelden, die Fantasien in geschliffenem Stein ausstellt. Margrit Döring aus Usingen (D) und Andrea Gloor aus Seon haben zauberhafte Keramikobjekte mitgebracht.

Jürg Kuster aus Biberstein präsentiert Holz-Pflanzenskulpturen auf zarten Eisenstangen und Hans Lienhard aus Aarau ist leidenschaftlicher Drechsler und verarbeitet Holz zu formvollendeten Gegenständen. Corin Stutz aus Hendschiken verwendet Farbe, Steine, Holz oder Ton für ihre Kunstwerke aus der Natur. Erwin Surer aus Wittnau hat auffallende Eisenkreaturen dabei, denen der Herrgott noch beim Rosten hilft. Der Vältner Oliver Wehrli stellt seine Fine- Art-Fotografie aus und arbeitet nach dem Motto «Weniger ist mehr».

Hier ist für jeden Kunstgeschmack etwas dabei. Beim anschliessenden Apéro tauscht man seine Eindrücke untereinander aus. Besucher Peter Roth aus Erlinsbach gefällt die Ausstellung. Er verrät, dass er hier sogar Anregungen für eigene Kreationen bekommt. Vreni Klaus, Hansruedi Byland und Ruth Kocher von der Kulturvereinigung sind zufrieden mit dem Abend. Dank Marianne Gloor und Heinz Tanner von der Gärtnerei Aareblumen kann die Veranstaltung erneut in diesem grosszügig grünen Rahmen stattfinden.

Die Ausstellung läuft noch eine Woche. Bis Freitag während der Ladenöffnungszeiten, am Samstag von 9 bis 16 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr.

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