Birr
Unvergesslich – Auftritt des Idols Luca Hänni vor seinen kreischenden Fans

Der Schweizer Superstar Luca Hänni versetzte die Gemeinde in den Ausnahmezustand. Drei Tage lang feierte die Birrer Bevölkerung die Eröffnung der neuen Schulanlage und ein Höhepunkt jagte den andern.

Ursula Burgherr
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Ursula Burgherr

Gekrönt wurde das dreitägige Fest mit der Castingshow «Birr sucht den Superstar» und einem Konzert des letztjährigen «Deutschland-sucht-den-Superstar-Gewinners Luca Hänni, seinem Vorgänger Pietro Lombardi und der 2011 Zweitplatzierten Sarah Engels.

«Luca, Luca», kreischten die Mädchen vor den noch verschlossenen Eingangstüren der Mehrzweckhalle, schwenkten ihre Herzballone und drückten die Gesichter an der Scheibe platt. Das Objekt der Begierde zeigte sich derweil im Interview als Sonnenschein.

Zum Aargau habe er einen besonderen Bezug, weil sein Götti hier lebe, meinte der 18-Jährige im Vorfeld von «Birr sucht den Superstar», dessen 10 Finalisten und Finalistinnen er gemeinsam mit Lombardi, Engels und Musiklehrerin Cathryn Lehmann jurieren sollte.

Voller Einsatz für den Sieg (ub)
13 Bilder
Viele zeigten enorme Ausstrahlung auch wenn es ihr erster Bühnenauftritt war (ub)
Moderator Michael Sokoll spendet den Castingshow-Teilnehmenden Applaus (ub)
Riesiges Fanaufkommen - alle wollten ihre DSDS-Stars mit dem Handy verewiben (ub)
Jury Moderator und Wettbewerbsteilnehmende formierten sich zum Schlussbild (ub)
Höhepunkt - Sieger Sasmit Bhattacharya beim Handshake mit Luca Hänni(ub)
Die Jury mit Luca Hänni Cathryn Lehmann Pietro Lombardi und Sarah Engels (ub)
Diese kleine Sängerin eroberte die Herzen des Publikums im Sturm (ub)
Diese Bewerberin hängt an den Lippen von Moderator Michael Sokoll (ub)
Die prominente Jury staunte nicht schlecht über den Birrer Gesangsnachwuchs (ub)
Der Schnüggel der Nation - Luca Hänni (ub)
Am Schluss der Show zeigten sich alle Casting-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen mit Moderator Michael Sokoll nocheinmal auf der Bühne (ub)2
Am Schluss der Show zeigten sich alle Casting-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen noch einmal auf der Bühne (ub)1

Voller Einsatz für den Sieg (ub)

AZ

Was macht die magische Mischung aus, die es für den Gewinner braucht? Luca: «Eine gute Stimme und tolle Bühnenpräsenz.» Gnadenlose Kommentare wie von Frechmaul Dieter Bohlen seien von ihm nicht zu erwarten. «Ich kann gar nicht so böse sein», lächelte er zum Dahinschmelzen.

Die meisten Sieger bisheriger Castingshows verschwanden kurz danach von der Bildfläche; Hänni hat mit seiner zweiten CD «Living the Dream» Goldstatus erreicht. «Ich will am Ball bleiben, ständig Bezug haben zu meinen Fans. Und ihnen etwas zurückgeben, für die Liebe, die sie mir schenken.»

Dann war der grosse Moment gekommen für die zehn Final-Teilnehmer von «Birr sucht den Superstar», die in den drei Kategorien Unter-, Mittel- und Oberstufe auftraten und in der Begleitung einer Livebandund Backgroundvocals vor 1200 Leuten ihre Songs zum Besten gaben.

Moderator Michael Sokoll ging einfühlsam auf die Kinder und Jugendlichen ein. Er hatte alle Vorcastings persönlich begleitet und sagte: «Es ist extrem, wie unerschrocken sich die meisten beim Soundcheck zeigten.»

Shaelyn, 5, war die jüngste Teilnehmerin und sang mit schicker rosa Schleife und pinkfarbenen Strümpfen «Schubidubidubi». «Tolle Bühnenpräsenz», lobte sie Luca Hänni, «ich glaube nicht, dass ich die in deinem Alter schon gehabt hätte.»

Und Pietro Lombardi gar: «Hut ab, aus Dir wird ne ganz Grosse!» Als die «Coolste der Welt» wurde Anesha bezeichnet, die «Girl from Ipanema» zum Besten gab.

Nach ihrem Vortrag brachte sie allerdings kaum ein Wort heraus. War sie aufgeregt während ihrer Performance? Nicken. Hofft sie zu gewinnen? Nicken. Möchte sie ein Star werden wie Luca? Nicken.

Shaelyn auf die Frage, ob sie wieder einmal so auftreten will, spontan: «Nnneiiin!!!» Sasmit, 8, holte sich die erste Trophäe mit «Live While We’re Young» (One Direction) und gab sich selbstbewusst: «Ich hatte überhaupt keine Angst. War ganz einfach: auf die Bühne gehen, singen, fertig Schluss!»

Jessica setzte sich mit «Rolling in the Deep» von Adele die Messlatte ganz schön hoch. Sie musste sich in der Kategorie Mittelstufe Samantha geschlagen geben, die «Jar of Hearts» von Christina Perri interpretierte.

Bei den «Grossen» gewann Nicolas, der mit Mando Diaos «Dance With Somebody» für ein Highlight des Wettbewerbs sorgte. «Du hast gerockt», begeisterte sich Luca. Grundsätzlich waren die Kommentare auch bei schrägen Tönen und stimmlichen Schwächen stets aufbauend.

Musiklehrerin Cathryn Lehmann, die während der Show ihre neue CD «Becoming me» vorstellte, war zufrieden mit ihren Schützlingen: «Ich habe mitgefiebert.»