Brugg
Unterstützung für acht Projekte: Wer hinter der Kommission Lichtblick steckt und was aus ihr wird

Nachdem 2003 die frühere Familienhilfe des Katholischen Frauenvereins Brugg aufgelöst wurde, kam das übrige Vermögen auf ein anderes Konto — das Konto Lichtblick. Dieses Geld kam verschiedenen Projekte zugute. Nun ist es aufgebraucht, doch die Arbeit geht weiter.

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Insgesamt acht gemeinnützige Projekte konnten mit dem Geld aus dem Fonds Lichtblick des Katholischen Frauenvereins Brugg unterstützt werden.

Insgesamt acht gemeinnützige Projekte konnten mit dem Geld aus dem Fonds Lichtblick des Katholischen Frauenvereins Brugg unterstützt werden.

zvg

Zum genau 111. Mal hat der Katholische Frauenverein Brugg (KFV) morgen Donnerstag Generalversammlung. Doch das ist nicht das einzig Spezielle an dieser Zusammenkunft. Auf der Traktandenliste sticht neben den üblichen Themen vor allem ein Punkt ins Auge: die Auflösung der Kommission Lichtblick. Klingt mysteriös. Was hat es damit auf sich?

Im Jahr 2003 wurde wegen der Ausbreitung der Spitex die frühere Familienhilfe des KFV und der Katholischen Frauengemeinschaft Windisch aufgelöst. Das verbliebene Vermögen wurde den beiden Vereinen übergeben, worauf der KFV das Konto Lichtblick eröffnete. Das Geld darauf war für Institutionen und Projekte bestimmt, die dem Wohl von Frauen, Familien und Kindern dienten. Insgesamt konnten so acht Projekte mit einem Beitrag von je 4000 bis 6000 Franken unterstützt werden.

Eine Kommission, bestehend aus drei Mitgliedern des KFV (Annemarie Christen, Rosmarie Gsell und Jolanda Rüegg), wählte jeweils geeignete Projekte aus und stellte sie dem Vorstand zur Genehmigung vor. Die Vorhaben waren ganz unterschiedlich. Beim Verein Abenteuerspielplatz Brugg konnten durch die Finanzspritze letztes Jahr Reparaturen am beliebten Piratenschiff ausgeführt werden.

Auch der Aargauische Hospiz-Verein erhielt für sein Wirken Geld und dem Jugendkulturhaus Piccadilly wurde eine neue Sommerbestuhlung spendiert. Co-Präsidentin Hanni Geissmann zieht eine positive Bilanz: «Mit unseren Beiträgen konnten wir Wünsche erfüllen, für deren Umsetzung die notwendigen Mittel gefehlt hatten. Diese Aktionen haben den Empfängern und uns viel Freude bereitet.»

Doch nun ist der Fonds erschöpft und die zuständige Kommission wird aufgelöst. Trotzdem wird auch in Zukunft weiterhin Geld fliessen. Denn der KFV organisiert an seiner Generalversammlung jeweils einen Glückssack-Verkauf, dieses Jahr geht der Erlös daraus an den Rollstuhlfahrdienst.

Zudem spendet er den Gewinn aus dem Verkauf von Strickwaren heuer dem Verein «Helfen Sie helfen», welcher bedürftige Personen finanziell und mit Hilfsgütern unterstützt. (BLA)