Brugg-Windisch
Unternehmer stossen an auf ein Jahr ohne böse Überraschungen

Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der Familienunternehmen und deren Strategien. Martin Gautschi, Geschäftsführer der Voegtlin-Meyer AG referierte über die Herausforderungen eines KMU und gab den Anwesenden Tipps für die Geschäftsführung.

Janine Müller
Drucken
Teilen
Martin Gautschi (Mitte) erhält Präsente von Daniel Moser und Heidi Ammon
7 Bilder
Geschäftsführer Martin Gautschi geht auf die Geschichte und die Zukunft der Voegtlin-Meyer AG ein
Heidi Ammon, Gemeindeammann Windisch, und Daniel Moser, Stadtammann Brugg, heissen die Unternehmerinnen und Unternehmer willkommen
Die Unternehmerinnen und Unternehmer lauschen den Ausführungen von Martin Gautschi
Geschäftsführer Martin Gautschi geht auf die Firmengeschichte der Voegtlin-Meyer AG ein.
Beim Apéro bleibt Zeit für Gespräche und Gedankenaustausch
Neujahrsempfang Brugg-Windisch

Martin Gautschi (Mitte) erhält Präsente von Daniel Moser und Heidi Ammon

Michael Hunziker

Als die Unternehmerinnen und Unternehmer der Gemeinden Brugg und Windisch im letzten Jahr erstmals im Campussaal auf ein erfolgreiches Jahr anstiessen, ahnte niemand, dass einige Tage später die Aufhebung des Euro-Mindestkurses für einen Schock sorgen würde.

Dank für die Standorttreue

Ein Jahr später, am gestrigen Neujahrsempfang für Unternehmerinnen und Unternehmer, war der Wechselkurs noch immer ein Thema. Auch in der Ansprache von Heidi Ammon, Gemeindeammann Windisch. Eingangs zitierte sie Hermann Hesse mit «damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.» Dieser Satz beschreibe, vor welcher Herausforderung Unternehmer tagtäglich stehen und welchen Aufwand sie auf sich nehmen, um das Geschäft am Laufen zu halten. Der Brugger Stadtammann Daniel Moser dankte den Anwesenden für ihre Standorttreue. Obwohl die Region Brugg-Windisch gut erschlossen ist, sei die zeitgerechte Erreichbarkeit ein wichtiges Thema, das «von uns angegangen werden muss». Er hoffe, dass das Jahr «ohne bösen Überraschungen bleibt».

Nachfolge regeln ist wichtig

Von bösen Überraschungen wurde die Voegtlin-Meyer AG offenbar verschont. In seinem Referat führte Martin Gautschi durch die Firmengeschichte des Familien-KMU, stellte aber auch klar, was für Unternehmen wie die Voegtlin-Meyer essenziell ist und wie die Strategie für die nächsten Jahre aussieht. Gautschi machte einen Ausflug in die Geschichte der Firma, in die Zeit, als noch Pferde die Kohle schleppten. Bilder zeigten den 14-jährigen Martin Gautschi als Lademann auf dem Sammelwagen. Oder als 18-Jährigen als Tankwagenchauffeur. 2007 war das Jahr, in dem der Grundstein für die Zukunft der Firma gelegt wurde: die Übergabe des Unternehmens an den heutigen Geschäftsführer Martin Gautschi. Er ist die vierte Generation. «Eine saubere und gut geplante Nachfolgeregelung ist für ein Familienunternehmen essenziell», sagte er. «Das war von langer Hand geplant und hat dazu geführt, dass alles friedlich abgelaufen ist.» Weiter riet er den anwesenden Unternehmern, die Infrastruktur ihrer Geschäfte zu aktualisieren und eine gute Software einzuführen. Zudem empfahl er, dass auch Familienunternehmen mit einem externen Verwaltungsrat arbeiten sollten. «Das fördert das strategische Denken und Handeln.»

Daniel Moser und Heidi Ammon überreichten dem Referenten je eine Tasche mit Geschenken aus der jeweiligen Gemeinde. Spontaner Applaus brandete nach einer Aussage von Daniel Moser auf. «Vielleicht schaffen wir es mal mit nur einer Tasche», sagte er augenzwinkernd.

Aktuelle Nachrichten