Ein 12-jähriger Velofahrer ist am Mittwochmittag in Schinznach-Bad von einem Auto erfasst worden und musste schwer verletzt mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden. Es ist nicht der erste Unfall, der sich an der Thermalbad-Kreuzung ereignet hat: Vor gut zwei Jahren starb ein 18-jähriger Motorradfahrer bei einer seitlichen Kollision mit einem Auto. Nur rund drei Monate nach dem tödlichen Unfall knallte es an der praktisch genau gleichen Stelle erneut: Dieses Mal hatte eine ältere Autofahrerin einen 19-jährigen Töfffahrer übersehen.

Den Thermalbad-Betreibern ist diese Kreuzung schon länger ein Dorn im Auge. In den vergangenen Jahren hatten sie mehrmals einen Kreisel oder eine Temporeduktion für eine bessere Verkehrssicherheit gefordert. Denn auf dem Hauptstrassenabschnitt gilt eine Geschwindigkeit von 80 km/h. Der Kanton sah keinen Handlungsbedarf.

Unfall auf Aquarena-Kreuzung

Unfall auf Aquarena-Kreuzung

Bei der Einmündung zum Thermalbad gab es gestern erneut einen schweren Unfall. Setzt der Kanton nun die geforderte Reduktion auf Tempo 60 um?

Nach dem jüngsten Unfall schrieb SVP-Gemeinderat Sandro Wächter aus Schinznach-Bad auf Facebook: «Das ist jetzt schon der dritte oder vierte Unfall an dieser Kreuzung in den letzten zwei Jahren. Der Kanton meinte trotz Überprüfung, dass diese Stelle keine Gefahr darstellt.» Bald müssten noch mehr 12- und 13-Jährige mit dem Velo von Schinznach-Bad nach Brugg – dank der Fusion. «Die Sicherheitsbedenken von damals bestätigen sich leider wieder.»

Die Situation an dieser Abzweigung sei dem kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) bestens bekannt, sagt Daniel Schwerzmann von der Abteilung Tiefbau. Die Untersuchungen hätten wiederholt gezeigt, dass die Infrastruktur normkonform sei und keinerlei Mängel aufweise. Trotzdem hat das BVU nun entschieden, an dieser Stelle Tempo 60 zu signalisieren. Damit lassen sich laut Schwerzmann solche Unfälle zwar nicht verhindern, «aber es ist ein Beitrag der Verkehrsinfrastruktur zur potenziellen Minderung der Unfallschwere». Die neue Signalisation werde nun von Fachstellen geprüft und in den nächsten Wochen umgesetzt. Gemeinderat Wächter begrüsst diesen Entscheid des Kantons.

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