Windisch

Uneinigkeit um neuen Kanti-Standort: Jetzt widerspricht der Planungsverband Brugg Regio

Kanti statt Autos: Areal Bachthale ist für Neubau im Gespräch.

Kanti statt Autos: Areal Bachthale ist für Neubau im Gespräch.

Neue Kantonsschule im Mittelland: Der Regionalplanungsverband Brugg Regio widerspricht Grossratsmitgliedern aus Aarau und Wohlen.

Dass die beiden Grossratsmitglieder Suzanne Marclay (FDP, Aarau) und Roland Vogt (SVP, Wohlen) lieber die bestehenden Kantonsschulstandorte in ihren Gemeinden ausbauen wollen, als eine neues Schulhaus im Raum Brugg-Lenzburg bauen zu lassen, hat jetzt Brugg Regio auf den Plan gerufen. In einer gestern Freitag verschickten Medienmitteilung schreibt der Regionalplanungsverband: «Eine Mittelschule braucht mehr als bloss Fläche.» Die aktuellen Bestrebungen aus dem Raum Aarau und Wohlen greifen aus Sicht von Brugg Regio zu kurz.

Der Planungsverband sowie die beiden betroffenen Standortgemeinden Brugg und Windisch sind davon überzeugt, dass kein anderer möglicher Standort im Aargauer Mittelland für eine neue Mittelschule so viele Vorteile und Vernetzungsmöglichkeiten bieten kann, wie ein Standort direkt neben dem bestehenden Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) auf Windischer Boden.

Zahlreiche Synergien am Bildungsstandort möglich

Bereits an der Vorstandssitzung vom 28. Februar 2019 haben die Vorstandsmitglieder von Brugg Regio einstimmig beschlossen, die Bestrebungen für den Standort einer neuen Mittelschule in der Region Brugg-Windisch gemeinsam als Region zu unterstützen. Inzwischen haben sich die Regionalvertreter sowie die Grossräte aus dem Bezirk Brugg auf das Areal Bachthale, das sogenannte Baufeld A, neben der FHNW und der Psychiatrische Klinik Königsfelden geeinigt. Da, wo heute Autos stehen, sollen sich künftig Mittelschüler auf die Matura vorbereiten.

«Neben der guten verkehrstechnischen Anbindung sprechen auch die Synergien beispielsweise bei der Nutzung von Mensa, Bibliothek oder Sporteinrichtungen für diesen Standort», hält Brugg Regio in der Mitteilung fest. Dies trage zu einem attraktiven Schulstandort für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrpersonen gleichermassen bei.

Aarau ist für Brugg Regio auch keine ideale Variante

Letztlich gehe es darum, Schulraum bis im Jahr 2030 möglichst dort bereitzustellen, wo auch die Kapazitäten gefordert seien. «Aktuell werden vornehmlich die Kantonsschulen in Baden und Wettingen sowie Aarau von Schülerinnen und Schülern der Region Brugg frequentiert. Eine grössere Kapazität an Schulraum in Wohlen wäre für Schülerinnen und Schüler der Region aufgrund der geografischen Lage daher keine Option», fährt der Regionalplanungsverband fort. Zudem sei auch Aarau – je nach Wohnort der Schüler – keine ideale Variante.

Brugg Regio vertraut darauf, «dass der Regierungsrat an den aufgrund des fundierten Planungsberichts erfolgten Entscheiden des Grossen Rats im Herbst 2019 festhalten wird». Der Kanton wird im Sommer einen Vorentscheid fällen.

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