Unter Mitwirkung von Projektmitarbeitern und unter grosser Aufmerksamkeit von rund 200 Bruggern und Windischern informierte er im Salzhaus zur geplanten Südwestumfahrung.

Damit soll etwa ab 2017 ein grosser Teil des Zentrumsverkehrs von Windisch und Brugg an den Ortszentren vorbei geführt werden. Konkret bringt die K128 - so sieht das vorgestellte Projekt vor - den Durchgangsverkehr ab dem Anschluss der K118 (Hausen) auf einer neuen Strecke der Bahnlinie entlang. Im späteren Verlauf führt sie auf der Waldrandseite des Hunziker-Areals (heutige Hunziker-Piste) entlang bis zu einem neuen Kreisel auf Höhe Unterführung Aarauerstrasse.

46,45 Millionen-Franken-Projekt

Das 46,45-Millionen-Franken-Projekt teilen sich der Kanton (79,5%), die Stadt Brugg (9,5%), die Gemeinde Windisch (1,7%), die SBB (1,1%) und die profitierenden Grundeigentümer in den Industriegebieten (8,2%). Die neue Strecke soll über insgesamt rund 3,5 Kilometer führen und beinhaltet zwei grosse Kreisel an der Unterwerkstrasse und nach der Unterführung Aarauerstrassse ausgangs Brugg in Richtung Schinznach-Bad.

Mindestens lokal gesehen steht damit ein grosser Schritt in der Brugg/Windischer Verkehrspolitik an, denn die Südwestumfahrung soll eine «siedlungsverträgliche» und sichere Verbindung vom West-Quartier zum Autobahn-Anschluss A1/A3 sein. Man will zum einen den chronisch überlasteten Verkehrsknoten am Neumarkt entschärfen, und zum anderen sollen die bestehenden gefährlichen Bahnübergänge beim Hunziker-Areal aufgehoben oder neu gestaltet werden: Das Rütenen-Quartier soll nach den Ideen der Planer vom Schleichverkehr befreit werden, der heute gerade mit dem beteiligten Schwerverkehr ein Sicherheitsrisiko und eine Lärmquelle darstellt.

Paket gengen den Zentrumsverkehr

Im regionalen Kontext ist die Südwestumfahrung Teil eines Pakets gegen den Zentrumsverkehr: Eine massiv reduzierende Wirkung auf die Fahrzeugzahlen bekommt sie später in Kombination mit der Nordumfahrung Windisch, glaubt man den Entwicklungs-Prognosen. «Die Nordumfahrung ist als zweiter Schritt geplant. Die Südwestumfahrung ist eine wichtige Voraussetzung dafür», so Meier. Unterstützend soll in den kommenden Jahren ein Verkehrsmanagement in Brugg und Windisch (intelligente Lichtsignalanlagen) hinzukommen.

Im Juni kommt die Vorlage zur Südwestumfahrung vor den Brugger Einwohnerrat, im September folgt die Volksabstimmung. Im Februar 2013 soll das Projekt vom Grossen Rat genehmigt werden, damit zu Beginn 2014 mit dem Bau begonnen werden kann.