Windisch

Überparteilicher Verein freut sich über grosses Interesse an Bossarthaus

Der überparteiliche Verein Pro Bossarthaus setzt sich dafür ein, dass die stattliche Liegenschaft an der Dorfstrasse im Besitz der öffentlichen Hand bleibt.

Der überparteiliche Verein Pro Bossarthaus setzt sich dafür ein, dass die stattliche Liegenschaft an der Dorfstrasse im Besitz der öffentlichen Hand bleibt.

Die Zukunft ist nach wie vor ungewiss: Im nächsten Jahr steht in Windisch – ein weiteres Mal – der Verkauf von Bossarthaus und Bossartschüür zur Diskussion. Der überparteiliche Verein Pro Bossarthaus setzt sich dafür ein, dass die stattliche, altehrwürdige Liegenschaft an der Dorfstrasse im Besitz der öffentlichen Hand bleibt.

Bereits an der Gründungsversammlung im August war der Aufmarsch beachtlich: Über 70 Personen nahmen teil. Mittlerweile sind über 150 Personen beigetreten. «Viele Mitglieder sind als Ehepaar oder Familie Mitglied», freut sich Barbara Scheidegger vom Vorstand. Das Interesse am Gebäude sei gross. «Die Mitglieder bekräftigen uns in der Absicht, das Bossarthaus im Eigentum der Gemeinde zu halten.»

Nächster Anlass steht bevor

Mit dem «Offenen Schüürtor» hat der Verein Mitte September einen ersten Anlass durchgeführt. «Dafür haben wir viel Material zur Information über das Gebäude aufbereitet», blickt Barbara Scheidegger zurück. In der Bossartschüür fand am Nachmittag ein Kinderzirkus und gegen Abend ein Konzert statt. «In der Tenne konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen diskutieren und den schönen Raum und die Atmosphäre erleben.»

Eine nächste Veranstaltung steht am 14. November auf dem Programm. Vertreter aus Politik und Kultur setzen sich auseinander mit dem Wert des Gebäudes für die Bevölkerung und für die Gemeinde sowie mit den Gründen gegen oder für einen Verkauf. Eingeladen sind als Zuhörer neben den Mitgliedern des Vereins Pro Bossarthaus auch alle interessierten Personen. Historikerin Barbara Stüssi-Lauterburg erläutert in einem kurzen Eingangsreferat die neuere Geschichte des Bossarthauses. «Es ist spannend, zu erfahren, warum das Gebäude heute der Gemeinde Windisch gehört und weshalb die Schüür ein Kulturlokal ist», stellt Barbara Scheidegger fest.

Beim anschliessenden Podium diskutieren unter der Moderation von Oliver Strohm: Max Gasser, Gemeinderat Windisch; Luzia Capanni, Kulturkreis Windisch; Martin Gautschi, Einwohnerrat Windisch; Barbara Scheidegger, Pro Bossarthaus sowie Hanspeter Stamm, Verein Salzhaus Brugg über die Gegenwart und die Zukunft des Bossarthauses.

Es gilt, Antworten zu finden

«Wie auch schon in den 1970er-Jahren stellen sich dieselben zentralen Fragen und darauf gilt es heute, gültige Antworten zu finden», sagt Barbara Scheidegger. Beispielsweise: Was bedeutet Kultur in Windisch? Was bringt das Bossarthaus der Gemeinde und was kostet es? Was ist möglich, wenn das Gebäude in Gemeindebesitz bleibt, was bedeutet ein Verkauf? Wohin flossen die Mieteinnahmen für die Wohnungen im Bossarthaus in den letzten 30 Jahren?

Der Vorstand Pro Bossarthaus plant im Januar 2018 einen weiteren Anlass, bei dem Ideen für Nutzungen entwickelt werden sollen. «Gerne erfahren wir, was die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Windischer Vereine an die Bossartschüür sind», führt Barbara Scheidegger aus. Ziel der Veranstaltungen sei es, eine Basis zu schaffen, um den künftigen Betrieb des Bossarthauses gemeinsam zu klären.

Podiumsdiskussion «Bossarthaus verkaufen – Erbe verscherbeln» am Dienstag, 14. November, 19.30 Uhr, Bossartschüür Windisch, Dorfstrasse 25.

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