Mülligen
Turnverein verspricht beste Unterhaltung mit dem Theater «De Gäldsepp»

Sepp Tanner (gespielt von Peter Wüst) ist ein grantiger Hofbesitzer und ein Geizhals. Kein Wunder also, gerät die Situation etwas ausser Kontrolle, als andere Menschen auf dem Hof leben möchten. Die Komödie nimmt rasant Fahrt auf.

Max Weyermann
Merken
Drucken
Teilen
Der STV Mülligen spielt das Stück «De Gäldsepp».
7 Bilder
Regisseur Herbert Bopp
Hier ist die Verwirrung komplett
Die Grossmutter sorgt für Aufsehen
De Gäldsepp gibt den Tarif durch
Turnverein verspricht beste Unterhaltung
Bereit für die Premiere

Der STV Mülligen spielt das Stück «De Gäldsepp».

Max Weyermann

Aktive der turnenden Vereine Mülligen und einige zugezogene Kräfte werden an den Theaterabenden der beiden kommenden Wochenenden die Lachmuskeln ihres Publikums zu reizen verstehen. Nach den Hauptproben steht am Samstag die Premiere auf dem Programm. Geld regiert bekanntlich die Welt. Auch im kleinen Umfeld von Bauer Sepp Tanner (Peter Wüst) haben die Finanzen höchsten Stellenwert. Der grantige Hofbesitzer, der die ganze Familie mit seinem Geiz tyrannisiert, steht im Mittelpunkt der beinahe zwei Stunden dauernden Dreiakter-Komödie von This Vetsch.

Ein vergnügliches Spektakel

Nach 26 Proben innert dreier Monate sind die Darsteller nun zur Aufführung des unter der Regie von Herbert Bopp einstudierten Stückes bereit. Wie sich an einer der beiden Hauptproben zeigte, erwartet die Besucher der drei Theaterabende ein vergnügliches Spektakel, das nach allerlei Turbulenzen zu einem glücklichen Ende kommt. Die Handlung nimmt rasant Fahrt auf, als sich Dora (Jasmin Schneider), die Freundin von Sepp Tanners Sohn Toni (Christoph Iseli), und ihr Bruder Ruedi (Steven Renold) auf dem Heimetli einquartieren, indem sie vorgeben, Feriengäste zu sein. Bauer Tanner verlangt für ihren Aufenthalt mit Schlafen im Heu einen stattlichen Preis.

Der Bruder aus Neuseeland

Nun taucht nach 40-jährigem Auslandaufenthalt auch noch dessen Bruder Brosi (Fabian Widmer) auf, der nach seiner Scheidung und dem Verkauf seines Hofes in Neuseeland wieder zurück in der Schweiz ist. Dem anscheinend armen Schlucker gewährt Bauersfrau Lena (Lucia Engler) grosszügig Gastrecht. Sepp Tanner erkennt seinen Bruder, auf den er wegen Erbschaftsangelegenheiten sauer ist, nicht, und verunglimpft ihn immer wieder aufs Übelste, wenn die Rede von dem vermeintlich viele tausend Kilometer entfernt lebenden Ambrosius ist. Toni – er wird auf dem Hof als billiger Knecht ausgenützt – und seine Freundin möchten heiraten, aber sie trauen sich zuerst nicht, dies dem Hausherrn zu sagen, weil dieser dann wieder eine Person mehr zu beherbergen hätte.

Mit vereinten Kräften gibts ein Happy End

Als zudem herauskommt, dass Dora die Tochter von Brosi und somit die Cousine von Toni sein soll, bricht für diesen eine Welt zusammen. Erst als er erfährt, dass Dora lediglich die Stieftochter von Brosi ist, scheint für ihn wieder die Sonne. Mit den vereinten Kräften von Lena Tanner, ihrer schlauen, allerlei Gebresten simulierenden und schliesslich wieder voll auflebenden 80-jährigen Mutter Grittli Schön (Daniela Renold) sowie Magd Ursina Speck (Lilian Bracher) gelingt es schliesslich, die Sache zu einem guten Ende zu bringen und sowohl Vater Sepp als auch dessen kritisch-arrogante Tochter Miki (Bea Bachofen) zu überzeugen. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistet der durch den Hofverkauf in Neuseeland zu einem ansehnlichen Vermögen gekommene Brosi Tanner, der seiner Stieftochter und ihrem künftigen Gatten den gemeinsamen Start erleichtert.

An dieser Stelle darf attestiert werden, dass die verschiedenen Rollen bestens besetzt sind. Souffleuse Lucia Sulzer musste an den Hauptproben nur noch selten nachhelfen, was den Akteuren auf der Bühne Lob von Regisseur Herbert Bopp einbrachte: «Ich finde eure Leistung allgemein sehr gut. Nach dem letzten Schliff werden wir mit diesem unterhaltsamen Stück wohl den erhofften Erfolg haben.»

«De Gäldsepp» wird am Samstag, 28. November, sowie Freitag/Samstag, 4./5. Dezember, jeweils um 20 Uhr aufgeführt. Essen ab 18.30 Uhr.