Mülligen

Turner bieten eine traumhafte Schulreise

Gleich drei Zugaben forderte das Publikum am Turnerabend «D’Schuelreis» des STV Mülligen.

Die Turnerinnen und Turner des STV Mülligen präsentierten an ihrem Turnerabend-Wochenende eine Mischung aus Theater und turnerischen sowie tänzerischen Darbietungen. «D’Schuelreis» von Fräulein Roggenmoser (Daniela Renold) mit ihren Schützlingen Bästeli (Peter Wüest) und Jessica (Sheryl Willi) stand dabei im Zentrum.


Die drei spielten ihre Parts äusserst amüsant: Lehrerin Roggenmoser gab sich dauernd besorgt, Jessica war die Neunmalkluge und Bästeli interessierte sich herzlich wenig für die Reise. Diese startete am Bahnhof mit den Muki-Turnern. Die Mütter nahmen ihre Kinder huckepack, tanzten mit ihnen über Bänkli. Mit Regenschirmen und Pellerinen ausgestattet, trotzten dann die Mädchen und Buben dem garstigen Wetter. Auf Schloss Lenzburg begutachtete die Klasse adlige Damen am Stufenbarren. Passend dazu der musikalisch-mittelalterliche Einstieg sowie die in schwarzen Samthosen und transparent-schwarzen Oberteilen turnenden Frauen.


Rocker mit Langhaarperücken


Allerdings konnte Bästeli diese Darbietung nicht so richtig geniessen, denn er kämpfte mit den Folgen des Aufstiegs zum Schloss. Das Picknick kam ihm da gerade recht. Die kleine Mädchenriege tanzte dazu als Schmetterlinge auf der Wiese. Einige Mädchen präsentierten Handstand, Räder und Sprungrollen.


Gings bis dahin harmonisch zu und her, rockte nun die Männerriege die Bühne. Mit Langhaar-Perücken, Sonnenbrillen und Töffli-Lenkern, tanzten sie zu «Highway to hell», sehr zum Vergnügen der Gäste am Freitag, in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle. Die inbrünstig gesungenen Lieder aus dem Film «Sister Act», verhalfen den Nonnen zu einer ersten Zugabe. Die Jungs der kleinen Jugi bewiesen anschliessend, dass auch sie den Hüftschwung und den coolen Blick draufhaben.


Die rassige Aerobic-Nummer der Polizistinnen kam genauso an, wie die Frauenriege, die im Rhythmus tanzend, auf ihren Geräten stets die Balance hielt. Fräulein Roggenmoser war ausser sich, als Bästeli verloren ging. Dieser hatte mittlerweile an der Street Parade abgetanzt und Jessica danach informiert, er sei am «Sechseläuten» gewesen. Jessica beäugte die Nacktwanderer kritisch und erklärte umfassend, dass dieses Verhalten verboten sei. Die Gäste wollten die STV-Turner in ihren hautfarbenen Boxer-Shorts gleich zweimal via Trampolin über den Schwedenkasten fliegen sehen. Auch die gruslige Thriller-Schlussnummer überzeugte. Die blutverschmierten Damen in ihren zerrissenen Kleidern bahnten sich ihren Weg durch die Zuschauer und geisterten zweimal auf der Bühne umher. Schliesslich erwachte Bästeli schweissgebadet und fragte: «War das alles nur ein Traum?»

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