Bezirk Brugg

Trotz Verbot für Stehroller gibt es erst beim zweiten Mal eine Strafe

Auf öffentlichem Grund (hier die Altstadt Brugg) ist der Einsatz des Monowheels verboten.

Auf öffentlichem Grund (hier die Altstadt Brugg) ist der Einsatz des Monowheels verboten.

Sie erleben immer grössere Beliebtheit, viele nutzen es, um damit schneller von A nach B zu kommen. Auch in der Region Brugg werden die auf öffentlichem Boden illegalen Stehroller immer beliebter. Die Repol will mit Ermahnungen dagegen vorgehen.

Seit einigen Monaten gehören Monowheels und Balanceboards zu den Trendfahrzeugen schlechthin. Auch in der Region Brugg häufen sich die Fahrten mit den futuristisch anmutenden Gefährten. Auf öffentlichem Grund sind diese elektrobetriebenen Stehroller allerdings verboten, wie die Regionalpolizei (Repol) Brugg bestätigt.

In der Region wurde deswegen noch niemand von der Polizei angehalten. «Wir haben solche Fahrer bisher sehr selten und nur von weitem gesehen», erklärt Repol-Chef Heiner Hossli. Die Problematik sei in der Region noch nicht so prekär wie beispielsweise in Zürich oder anderen grösseren Städten, erklärt er.

Zuerst nur eine Ermahnung

Sollte ein Fahrer von der Repol angehalten werden, würde beim ersten Mal allerdings noch keine Busse drohen. «Zunächst werden die Betroffenen von uns auf die gesetzlichen Vorschriften aufmerksam gemacht.

Bei solchen Delikten richten wir uns generell nach diesem Grundsatz», so Hossli. Erst wenn sich die jeweilige Person trotz Ermahnung erneut nicht an die Regeln hält, droht eine Anzeige.

Über die Höhe der Busse entscheidet dann die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach. Doch auch die beim Strafbefehl anfallenden Kosten müssten in diesem Fall vom Fahrer übernommen werden.

Nicht nur ein Sicherheitsrisiko

Hossli sieht die Gefahr bei den Elektro-Stehrollern vor allem auch bei den begrenzten Reaktionsmöglichkeiten: «Es kann beispielsweise dann gefährlich werden, wenn man um die Ecke fährt. Bei entgegenkommenden Passanten ist es da relativ schwierig, noch rechtzeitig zu reagieren.»

Die Stehroller-Fahrer bringen sich selbst jedoch vor allem auch finanziell in Gefahr. Verursacht man mit einem solchen Gefährt einen Unfall, deckt die Versicherung die dabei anfallenden Kosten in der Regel nicht, erklärt Heiner Hossli.

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