Für die Verantwortlichen des Campussaals Brugg-Windisch war 2017 kein einfaches Jahr. Die Abstimmungen über die Zusicherung der maximalen Betriebsbeiträge für die nächsten fünf Jahre in Windisch und für die nächsten zehn Jahre in Brugg haben die politische Agenda im ersten Halbjahr dominiert.

Ob dies einen Einfluss auf das Buchungsverhalten der Kunden hatte, vermag Campussaal-Geschäftsleiterin Kathrin Kalt nicht abzuschätzen. Eine gewisse Zurückhaltung der Kunden aufgrund der ungewissen Zukunft sei im Vorfeld schon spürbar gewesen, sagt sie und ergänzt: «Da die Abstimmungen aber positiv verlaufen sind, haben wir meines Wissens keine Aufträge verloren.»

Gemäss aktuellem Stand finden dieses Jahr 64 Veranstaltungen (letztes Jahr waren es 66) im Campussaal statt. Das entspricht zirka 94 Prozent des Umsatz-Budgets. Effektiv wissen werde man es erst, wenn alle Anlässe durchgeführt und nachkalkuliert seien. Ausgeschöpft wurde auf jeden Fall das Kontingent mit den zehn mietfreien Anlässen unter dem Patronat der beiden Standortgemeinden Brugg und Windisch.

Einer davon war der vor zwei Wochen erstmals im Campussaal durchgeführte Martini-Treff, der aufgrund der besseren Platzverhältnisse und der immer grösseren Teilnehmerzahl von der Trotte Villigen nach Brugg-Windisch verlegt wurde.

Fussball-Gala neu im Campussaal

Morgen Freitag findet die Aargauer Fussball-Gala zum ersten Mal im Campussaal statt. «Wir freuen uns darauf», sagt Kathrin Kalt. In der Vergangenheit fand der beliebte Anlass in der Trafo-Halle in Baden statt. Noch nicht klar ist, ob der Campussaal an Silvester auch wieder genutzt wird. Die Geschäftsleiterin sagt: «Aktuell ist eine Anfrage eines Veranstalters in den Büchern. Die Buchung ist aber noch nicht definitiv.»

Ein Silvesterball mit Gala-Dinner, wie er in den letzten vier Jahren stattfand, wird es dieses Mal nicht geben. Organisiert wurde der Ball vom Brugger Hansruedi Lauper, der jeweils viel mehr auswärtige als regionale Gäste willkommen heissen konnte. Er erhielt zwar Unterstützung vom Förderverein, doch die Sponsorensuche harzte.

Bis zu 6000 Franken musste Lauper deshalb nach dem Silvesterball aus dem eigenen Sack bezahlen, um alle Kosten zu decken. Diesmal habe er einen ruhigeren Silvester verdient, findet er. Nächstes Jahr will er die Durchführung eines weiteren Balls im Campussaal erneut in Betracht ziehen.

Hohe Kundenzufriedenheit

Wer im eher intimen Rahmen die vorweihnachtliche Stimmung geniessen möchte, für die gibt es die Campussaal Winter-Night, die am Freitag, 8. Dezember, zum dritten Mal stattfindet. Für Unterhaltung sorgen der Schweizer Singer und Songwriter Bastian Baker und Anja Joie, eine Newcomer-Band aus der Region. Letzte Plätze (mit Wettbewerb) sind laut Kathrin Kalt noch verfügbar.

Neu machen die Campussaal-Betreiber auch Werbung auf der Brugger Jugendfest-Website. Denn neben dem mit 61 Prozent erfreulich hohen Anteil an Wiederholungskunden, wollen die Betreiber nächstes Jahr ein spezielles Augenmerk auf Neukunden richten. Laut Geschäftsleiterin Kathrin Kalt hat das laufende Jahr gezeigt, dass die Kunden wieder längerfristiger planen.

So hat sich die Umwandlungszeit vom Erstkontakt bis zur Anlassdurchführung gegenüber dem Vorjahr von 278 Tagen auf 319 erhöht. Kalt ist sehr stolz auf die hohe Kundenzufriedenheit: «Der Gesamteindruck unserer Kunden konnte auf dem Niveau exzellent gehalten werden. Häufig stehen Veranstalter mit ihrem guten Namen ein.» Bisher gab es dieses Jahr 17 neue Referenzen.

«Ende Jahr werden wiederum über 22 000 Gäste den Campussaal Brugg-Windisch besucht haben, durchschnittlich zirka 350 pro Anlass», fährt Kalt fort. Im kommenden Jahr können die Saalbetreiber den 100 000. Gast seit der Eröffnung begrüssen. Die Kultur-Nächte für die Bevölkerung sollen im Zwei-Jahres-Turnus wiederholt werden – nächstes Mal im Februar 2019.