Brugg

Trotz Drohung: Ärzte für Umweltschutz werden nach Demo nicht angezeigt

Spazieren statt demonstrieren: Die Ärzte für den Umweltschutz werden von der Polizei von dem Ensi-Vorplatz weggewiesen.

Spazieren statt demonstrieren: Die Ärzte für den Umweltschutz werden am 26. Juni von der Polizei von dem Ensi-Vorplatz weggewiesen.

Drei Wochen sind vergangen seit 40 Mitglieder vom Verband «Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz» neben der Treppe hinter dem Brugger Bahnhof demonstrierten. Mit ihrer Aktion für sichere Atomkraftwerke provozierten sie einen Polizeieinsatz.

Ziel der bewilligten Aktion war zudem, dem Direktor des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) einen Brief abzugeben. Dazu begab sich die Gruppe vor den Ensi-Haupteingang, was sofort einen aufgebrachten Ensi-Mitarbeiter und zwei Vertreter der Regionalpolizei Brugg auf den Platz rief. Die Polizei drohte den Ärzten mit einer Anzeige, sollten sie nicht zum zugewiesenen Bereich neben den Bahngleisen zurückkehren.

Den Ärzten machte das wenig Eindruck. Was ist aus dieser Drohung geworden? Andreas Lüscher, Chef-Stellvertreter I der Regionalpolizei Brugg, sagt: «Die Regionalpolizei erstattet keine Anzeige gegen die Ärzte für Umweltschutz. Die interne Prüfung hat ergeben, dass dazu die gesetzlichen Voraussetzungen fehlen.» (CM)

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