Birr

Treffpunkt Juppi schliesst Türen – nostalgische Gefühle zum Abschluss

Das Team nimmt Abschied vom Standort Juppi: Bernhard Strutz, Marie Stauber, Daniel Nussbaum, Tamara Peschutter und Tobias Kull (v.l.). mh

Das Team nimmt Abschied vom Standort Juppi: Bernhard Strutz, Marie Stauber, Daniel Nussbaum, Tamara Peschutter und Tobias Kull (v.l.). mh

Jung und Alt haben in Birr den Abschied einer jahrzehntelangen Basis für die Jugendarbeit gefeiert. Auch eine Lösung für die Zukunft liegt bereit. In einem Doppeleinfamlienhaus soll es Platz für Jugendliche geben.

Zum Abschied des Juppi, das mehr als 30 Jahre lang als Jugendtreff gedient hat, erhielten Jung und Alt nochmals Gelegenheit, einen geselligen Nachmittag zu verbringen und aufleben zu lassen, was nun für alle Vergangenheit ist. Mit einer «Nostalgie-Ecke», bestehend aus einer Fotowand und Berichten, wurden Besucher an legendäre Ereignisse der Juppi-Geschichte erinnert.

Draussen an der Feuerstelle gab es Gelegenheit, die letzte Juppi-Wurst zu bräteln. Zudem wurden ältere Sachen versteigert, die ebenfalls an die Geschichte des Treffpunkts erinnerten. Am Morgen fand bereits ein Behördenapéro für die Vertreter der Trägergemeinden Birr, Lupfig, Scherz und Birrhard sowie der Kirche statt, am Abend bildete eine Party für Teenager den Schlusspunkt. Der Höhepunkt war dabei der Auftritt des jungen Rapkünstlers Xevox aus Birr. Der Jugendtreff hat bewegte Zeiten hinter sich. Bekannt war er vor allem für seine legendären Partys, deren Popularität einst weit über die Gemeinden Birr und Lupfig hinausreichte.

Stets waren nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Verantwortlichen, nämlich der Verein Gemeindeaufbau Birrfeld und die Jugendarbeiterinnen zufrieden mit dem Standort. Im Industriegebiet der ABB Immobilien AG, umgeben von einer Grünfläche, gab es keine Anwohner, die vom Lärm der Jugendlichen belästigt wurden.

Geschätzt wurde auch die Nähe zum Wydenquartier. «Der Treffpunkt Juppi bildete ein wichtiges Integrationsinstrument für die Jugendlichen aus zahlreichen verschiedenen Nationen», so Daniel Nussbaum, Präsident Gemeindeaufbau Birrfeld. Schon seit längerem ist aber klar, dass das Juppi den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügt: Der Boden fällt zusammen, das Dach ist nicht dicht, die Elektroheizung verursacht unverhältnismässig hohe Energiekosten.

Lösung für die Zukunft gefunden

Eine Lösung für die Zukunft wurde nach mehreren erfolglosen Bemühungen endlich gefunden: Ab Januar wird neu eine andere Liegenschaft für regelmässige Jugendveranstaltungen in Betrieb sein. Es handelt sich um ein Doppeleinfamilienhaus, umgeben von einem grösseren Landfleck, zur Verfügung gestellt von der Kabelwerke Brugg. Es befindet sich nur einige Hundert Meter vom Treffpunkt Juppi entfernt auf der anderen Seite des Wydenquartiers. Momentan sind Umbauarbeiten im Gange, bei denen auch Jugendliche anpacken dürfen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Umbau zwischen 30 000 und 40 000 Franken. Dass das Haus direkt neben einem bewohnten Doppeleinfamilienhaus steht, stellt kein Problem dar. Die jungen Bewohner sympathisieren mit der Birrer Jugendarbeit.

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