Einwohnerrat Brugg

Traktandum Altstadtreglement: Stadt soll sich an Planungsbüro-Kosten beteiligen

Das Altstadtreglement hält fest, dass in der Brugger Altstadt historische Ziegel bei Umdeckungen wiederzuverwenden sind.Bild: Michael Hunziker (Brugg, 5. Juli 2019)

Das Altstadtreglement hält fest, dass in der Brugger Altstadt historische Ziegel bei Umdeckungen wiederzuverwenden sind.Bild: Michael Hunziker (Brugg, 5. Juli 2019)

Einwohnerrat Brugg entscheidet über das Altstadtreglement, das der Stadtrat vor einem Jahr verabschiedet hat.

Das Altstadtreglement Brugg ist Teil der Ortsplanungsrevision «Raum Brugg Windisch». Es ergänzt die Nutzungsplanung und die in der BNO definierte Altstadtzone A. Der Erlass dieses neuen Reglements steht auf der Traktandenliste für die Einwohnerratssitzungen von heute Abend und kommenden Freitag (die AZ berichtete).

Durch die Berücksichtigung des Altstadtre­glements sollen einerseits die historische Bausubstanz geschützt und der Charakter der Altstadt gewahrt werden. Andererseits werden Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, damit der historische Stadtkern von Brugg auch in Zukunft ein attraktives Quartier ist.

Der entsprechende Bericht und Antrag des Stadtrats liegt seit Dezember 2018 vor. Da die Ortsplanungsrevision aber sehr komplex ist, wurde als Vorbereitung für die Behandlung im Brugger Stadtparlament eine BNO-Spezialkommission eingesetzt. Deren Mitglieder haben sich in den letzten Monaten nicht nur im Detail mit der künftigen Nutzungsplanung auseinandergesetzt, sondern auch intensiv mit dem Altstadtreglement.

In diesem Zusammenhang wurde ein Mehrheitsantrag formuliert, über den der Einwohnerrat an der Sitzung abstimmen wird. In seinem Schlussbericht schreibt Präsident Titus Meier von der BNO-Spezialkommission dazu: «Gemäss Entwurf ist bei Ersatzbauten zwingend ein Konkurrenzverfahren durchzuführen, wobei der Stadtrat mindestens eines der teilnehmenden Planungsbüros bestimmen will.»

Der Hintergrund sei das öffentliche Interesse am Erscheinungsbild der Altstadt, die gemäss dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Isos) ein Ortsbild von nationaler Bedeutung ist. «Nach Ansicht der Kommissionsmehrheit soll sich die Stadt in diesem Fall auch an den Kosten des Konkurrenzverfahrens ­be­teiligen. Massgeblich soll dabei das öffentliche Interesse sein», hält Titus Meier im Schlussbericht weiter fest. Der Stadtrat unterstützt die vorgeschlagene Ergänzung.

Während der öffentlichen Auflage des Altstadtreglements Anfang 2018 gingen drei Einwendungen ein. Zwei wurden abgewiesen, eine wurde gut­geheissen und führte zur Anpassung, dass in jedem Fall die freie Zirkulation im Fussgängerbereich und ein uneingeschränkter Zugang zu den umliegenden Liegenschaften zu gewährleisten seien. (cm)

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