Margrit Käser und Pia Herzog treffen sich seit 50 Jahren alle zwei Wochen zum Tanz. Die beiden Gründungsmitglieder sind auch heute noch aktiv bei der Trachtengruppe Elfingen mit dabei. Der Grund: «Aus Spass und Freude», wie beide betonen. Die Proben finden seit fast einem halben Jahrhundert immer dienstags statt, so Margrit Käser.

Am vergangenen Samstag zeigte die Trachtengruppe Elfingen ihr Können wieder einmal vor einem grossen Publikum. Sie hatte zum Jubiläumstanzabend in die Turnhalle geladen und wurde von den Zuschauerinnen und Zuschauern gefeiert. Begleitet wurden die Tänzerinnen und Tänzer von der Oberalp-Kapelle aus dem Bündnerland, die dieses Jahr ebenfalls das 50-jährige Bestehen begeht und mit der Trachtengruppe aus Elfingen schon lange freundschaftlich verbunden ist. «Die Kapelle spielt nun zum sechsten Mal bei uns», so Tanzleiter Bernhard Gloor. Für Kontrast sorgten die Aufführungen des Rock’n roll Club Lollipop aus Hausen.

Die Trachtengruppe Elfingen besteht aus 15 Aktivmitgliedern und einer Handvoll Passivmitglieder. Vier von ihnen kommen aus Elfingen, die andern aus den Nachbargemeinden. Vor rund zehn Jahren konnten die Elfinger die restlichen Tänzerinnen der Trachtengruppe Oeschgen übernehmen, welche sich wegen Nachwuchsmangel auflösen musste. Gegründet wurde die Elfinger Gruppe aufgrund eines Trachtennähkurses der Landfrauen, wie Pia Herzog noch weiss. «Wir hatten Trachten genäht und wollten diese auch tragen können.»

Die Mitglieder der Tanzgruppe sind rund 55 bis 80 Jahre alt. «Wir merken das Alter schon: So zwickt es den einen im Rücken und der andere hat etwas an der Hüfte. Das ist halt so», erzählte Tanzleiter Bernhard Gloor. Aber: «Wir haben es immer lustig bei den Proben. Unser Motto ist: Mer nehmes, wis chund.» Die Freude am Tanz überzeugte auch das Publikum im Saal. Die Trachtengruppe wurde für ihren Auftritt laut und lange von den Zuschauern beklatscht.

Nachwuchssuche ist schwierig

Der letzte Neueintritt in die Trachtengruppe Elfingen fand vor etwa drei Jahren statt. «Wir machen immer mal wieder Werbung für unseren Verein, aber es ist schwierig, Nachwuchs zu finden.» Einen Blick in die Zukunft mag Bernhard Gloor nicht wagen. Auch hier gelte: «Mer nehmes, wis chund.» Solange genügend Tänzerinnen und Tänzer in die Proben kommen, macht die Trachtengruppe auf jeden Fall weiter.