Bözberg

Tourismusverein lanciert Festidee: Der Rote Pfeil soll durch den Bözberg düsen

Ob der Rote Pfeil an einem feierlichen Eröffnungstag durch den neuen Bözbergtunnel fahren darf, entscheiden die SBB.

Ob der Rote Pfeil an einem feierlichen Eröffnungstag durch den neuen Bözbergtunnel fahren darf, entscheiden die SBB.

Zur Eröffnung des neuen Bözberg-Eisenbahntunnels soll der Rote Pfeil der Oensingen-Balsthal-Bahn zwischen Brugg und Frick verkehren dürfen.

Mit dem Fahrplanwechel im Dezember 2020 werden die SBB den neuen Bözberg-Eisenbahntunnel offiziell in Betrieb nehmen. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren erfolgte der Durchstich mit der Bohrmaschine. Seither ist der Ausbau des rund 350 Millionen teuren Bauwerks in Gang. Dieses bildet neben dem ebenfalls neuen Ceneri-Tunnel im Tessin das Herzstück des Viermeter-Korridors auf der Gotthardlinie. Künftig können dadurch noch mehr Güter von der Strasse auf die Schiene verlagert werden.

Damit die Eröffnung des neuen Bözbergtunnels noch vor der offiziellen Inbetriebnahme mit der von den Bauarbeiten tangierten Bevölkerung im Schenkenbergertal gefeiert werden kann, hat der Tourismusverein Region Brugg (TRB) nun seine Idee für einen speziellen Eröffnungstag publik gemacht.

Jurapark und Ortsvereine könnten sich beteiligen

Der Eröffnungstag soll am Sonntag, 15. November 2020, stattfinden. Um dem öffentlichen Anlass einen feierlichen Rahmen zu verleihen, könnten der Jurapark Aargau sowie diverse Ortsvereine mitwirken. Der Tourismusverein hat vor, an diesem Tag zwischen Brugg und Frick Zugfahrten mit dem Roten Pfeil der OeBB (Oensingen-Balsthal-Bahn) anzubieten – jeweils mit einem Halt in Schinznach-Bözenegg vor dem neuen Tunnelportal.

Der Termin wurde so gewählt, dass er etwa in die Mitte des ab Oktober 2020 vorgesehenen Versuchsbetriebs fällt. Vorstandsmitglied Hans-Rudolf Sommer, beim TRB zuständig für Veranstaltungen, hat deshalb bei den SBB diese Woche beantragt, das Trasse im neuen Bahntunnel für diese Fahrten benützen zu dürfen.

Damit der Ein- und Ausstieg aus dem Zug bei der Bözenegg für die Gäste bequem erfolgen kann, hat Sommer bereits mit Adrian Gerwer vom Waffenplatz Brugg Gespräche geführt. Laut Brief an die SBB wäre die Truppe Genie/Rettung bereit, «für diesen Anlass eine provisorische Rampe zum Gleisstrang zu erstellen und nachträglich wieder zurückzubauen». Die Rampe wäre nur so lang wie der zirkulierende Einsatzzug. Weiter würde der Gleiskörper mit grossen Gittern vollumfänglich abgesperrt, hält Sommer in seinem Brief fest.

Der Fahrplan ist bereits geschrieben

Der Sonderzug, der die interessierten Gäste vom Bahnpark Brugg aus durch den neuen Bözbergtunnel führen würde, könnte zwischen 10.10 und 15.12 Uhr dreimal zwischen Brugg und Frick hin und her fahren. Der TRB hat bereits einen detaillierten Fahrplan geschrieben – mit jeweils einem fünfminütigen Halt in Schinznach–Bözenegg.

Hans-Rudolf Sommer ist zuversichtlich, dass es dem TRB gelingt, eine würdige Eröffnungsfeier für die Bevölkerung auf die Beine zu stellen. Einen Sonntag habe der TRB auch ausgewählt, weil dann weniger Verkehr auf der Schiene herrsche. Der Antragsteller kann sich ausserdem vorstellen, dass der Jurapark am Marktort Frick eine interessante Attraktion für die Bahngäste bereithalten wird.

Mit einer ersten unverbindlichen Anfrage gelangte der TRB bereits Ende letzten Jahres an die SBB. Diese teilten dem Verein Mitte Januar mit, dass noch nicht feststehe, wann und in welcher Form die Fertigstellung des Bözbergtunnels Ende 2020 gefeiert werde und sie später wieder informieren würden.

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