Windisch
Toni Burger: «Windisch muss seine Steuererträge erhöhen»

Ein neuer Präsident und eine intensive Diskussion haben die Sitzung des Windischer Einwohnerrats geprägt am Mittwochabend.

Michael Hunziker
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Toni Burger (CVP) ist der neue Präsident des Einwohnerrats.

Toni Burger (CVP) ist der neue Präsident des Einwohnerrats.

Chris Iseli

Windisch habe sich stark verändert. Wichtige Bauten und Wohnsiedlungen seien erstellt worden, die Gemeinde sei einwohnermässig gewachsen. «Ist Windisch nun fertig gebaut?», fragte Toni Burger (CVP), der neue Einwohnerratspräsident in seiner Ansprache an seiner ersten Sitzung am Mittwochabend.

Um sogleich anzumerken, dass es auch weiterhin Aufgaben gebe. Die Infrastruktur der Gemeinde sei anzupassen, zu sanieren oder zu ergänzen. «Der Gemeinderat hat noch viele Geschäfte für den Einwohnerrat vorzubereiten.» Auch bei der Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung seien bei einigen Punkten offene Fragen zu beantworten.

Windisch als Ort mit geschichtsträchtigem Hintergrund, fuhr Burger fort, sei nie stehen geblieben. «Schon immer hat Windisch nach vorne geschaut.» Nach seinem Dafürhalten müssten nun Möglichkeiten geschaffen werden, ein grösseres Gebiet für qualifizierte Wohnbauten zu schaffen, denn Landreserven dafür seien zurzeit keine mehr vorhanden. Mehr Gewicht zu legen sei überdies auf die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben. «Windisch muss seine Steuererträge erhöhen, um auch die kommenden Infrastrukturprobleme zu lösen.»

Wie wärs mit einem Volksfest?

Im heutigen Wettbewerb brauche es regionale Stärken, regionale Zentren, um bestehen zu können, führte der Einwohnerratspräsident weiter aus. «Der regionale Gedanke muss also auch immer beim Planen dabei sein und mit den anderen Gemeinden muss der regionale Gedanke noch mehr implantiert werden.»

Burger stellte ebenfalls die Frage, ob die neuen Einwohner integriert worden sind. Von Vereinen und Parteien sei zu vernehmen, dass sie nicht von Mitgliedern überschwemmt würden. «Wäre ein Volksfest in Windisch nicht eine Gelegenheit, um neue wie auch alte Bewohner zusammen zu bringen, um wieder etwas Gemeinsames zu erarbeiten?» Für Ideen jedenfalls sei er offen, betonte Burger.

Drei neue Mitglieder

Als neue Mitglieder des Einwohnerrats in Pflicht genommen worden sind Daniel Brassel und Stefan Fehlmann (beide EVP) sowie Gilberto Accogli (FDP).

Klar zugestimmt haben die 38 anwesenden Einwohnerräte – von 40 Einwohnerräten – dem Kredit von insgesamt 4,29 Mio. Franken für die Netzausbauten und Erneuerungen Klosterzelg/Reutenen. Zu einer langen Diskussion, zu etlichen Fragen und Anregungen sowie auch zu Verunsicherung führte der Kostenverteiler. Angenommen wurden zwei Zusatzanträge von Robert Kamer (FDP). Er forderte einerseits einen neuen Kosten-Verteilschlüssel für die Strassensanierungen und sprach sich andererseits dafür aus, zusammen mit den Kabelwerken eine Gesamtbeurteilung der Situation vorzunehmen. Knapp gutgeheissen wurde ebenfalls ein Zusatzantrag von Barbara Scheidegger (CVP), die sich dafür einsetzte, mit den Kabelwerken Verhandlungen zu führen über eine Kostenbeteiligung.

Deutlich bewilligt hat der Einwohnerrat die beiden Kreditabrechnungen, sämtliche Einbürgerungen, den Kredit von 210 000 Franken für die Sanierung von Abwasserleitungen sowie den Kredit von 420 000 Franken für die Vorbereitung der Phase 2 der Umsetzung des Generellen Entwässerungsplans.

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