Hausen

Theatergruppe spielt Bauersleute im Dauerwettstreit

«Nome Zoff met em Stoff» heisst der Schwank in drei Akten, den die Hausener STV-Mitglieder am Wochenende zeigen.

Sie streiten und nerven sich gegenseitig, lassen kein gutes Haar am anderen: Die Rede ist von den Bauernfamilien Grüeniger und Beerli, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Franz und Erika Grüeniger (Andreas Schmid und Manuela Obrist) auf herkömmliche Anbaumethoden setzen, schwört Maja Beerli (Karin Wilhelm) auf ökologisch angebautes Gemüse und chinesische Heilkunst. Als «Oberguru der Müeslifresser» betitelt Franz seine Nachbarin Maja. Dass diese mit ihren Heilkünsten ihr Geld quasi im Schlaf verdient, macht den rechtschaffenen Franz umso wütender.

Anneliese von der Heide (Inge Rohr) lässt sich mitsamt Kater Amadeus von Maja Beerli beraten und Ladenbesitzerin Berta Lädeli (Brigitta Dätwiler) bläst abwechslungsweise Franz Grüeniger oder Maja Beerli den Marsch. Nur Klaus Beerli (Hans Duss) lässt das ganze Tohuwabohu kalt: Er sorgt sich einzig darum, ein richtiges Stück Fleisch zu kriegen, anstelle der gesunden Müesli, die ihm seine Frau vorsetzt.

Die unterschiedlichen Anbaumethoden sind das eine, das Liebesleben der diversen Paare, wie dasjenige des Pizzaiolo Giovanni Tomati (Franz Gretener) und seiner impulsiven Frau Maria (Alexandra Schaffner), das andere. Die Sorgen darüber scheinen mit dem Auftritt des dubiosen Mario (Daniel Lang) vorbei; denn dieser hat spezielle Pflänzchen im Gepäck. Ebenso suspekt kommt den Grüenigers Beat Weichmann (Marco Ghenzi) vor, der eine Übernachtungsmöglichkeit sucht.

Regisseur Peter Weigl führt und coacht die Hausener Truppe, aus Mitgliedern des STV bestehend, zum vierten Mal. Man kennt und schätzt sich. «Die Hausener sind geborene Volksschauspieler. Sie haben das Rhythmusgefühl und es macht Spass, mit ihnen zu arbeiten», sagt Peter Weigl.

Auch die beiden Neuen in der Truppe, Daniel Lang und Marco Ghenzi, machen ihre Sache sehr gut. Bei der Auswahl des Stücks hatte Peter Weigl den Wunsch, dass der Plot nicht vorhersehbar ist. Rund 20 Theaterstücke las er durch, bis er sich für die aktuelle Geschichte entschied. «Es braucht Überraschungen.» Mit Bernd Gombolds turbulentem «Nome Zoff met em Stoff» wurde er fündig. Zwei Szenen, diejenigen der Maria und Erika, hat er ergänzt, um deren Schauspielkünste noch besser zu zeigen.

Die Neulinge Marco Ghenzi und Daniel Lang schwärmen von der tollen Theatergruppe. Marco Ghenzi ist mit seiner kleineren Rolle zufrieden: «Es ist allerdings ein komisches Gefühl, wenn man übertrieben spielen muss. Auf der anderen Seite kann man sich ausleben.» Daniel Lang gefällt das Theaterspielen seit der ersten Probe: «Es machte Spass in der Vorbereitung und jetzt folgt die Kür – als konzentrierter Spass. Die Schwierigkeit bei meiner Rolle ist es, böse rüberzukommen.»

Aufführungsdaten: Freitag, 25. Januar, 20.15 Uhr; Samstag, 26. Januar, 13.30 und 20.15 Uhr, jeweils in der Turnhalle Hausen. Infos unter: www.stvhausen.ch

Meistgesehen

Artboard 1