Pfarrer
Thalheimer Pfarrer tritt nicht zur Wahl an

In der Reformierten Kirchgemeinde Thalheim stehen am 28.November Gesamterneuerungswahlen an. Der Pfarrer, dem Übergriffe auf seine Tochter vorgeworfen wurden, tritt jedoch nicht an.

Drucken
Teilen
Kirche

Kirche

Im Hinblick auf die Wahl hat jetzt der Pfarrer eine Stellungnahme abgegeben: «Die ganze Lage ist rechtlich noch zu unklar», hält er fest. «Für eine echte Wahl müsste die Gemeinde genauer wissen, woran sie ist. Darum finde ich es besser, wenn ich Ende November nicht antrete. Zu einem späteren Zeitpunkt kann ich mir vorstellen, dass ich mich für eine Wahl zur Verfügung stelle.»

Die Kirchenpflege begrüsst den Entscheid von Pfarrer Mack. «Die Kirchenpflege könnte», wie sie betont, «für die Wahl im November 2010 keine Wahlempfehlung aussprechen, da einerseits der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der pfarramtlichen Tätigkeit noch offen ist und anderseits damit zu rechnen ist, dass die für viele Mitglieder der Kirchgemeinde offene Vertrauensfrage eine fruchtbare Tätigkeit in der Gemeinde belasten würde. Zur Prüfung einer späteren Wahl müsste die dann geltende Situation neu beurteilt werden.»

Die Kirchenpflege betont, dass sie die Arbeit von Pfarrer Mack schätzt und ihm und seinen Aussagen vertraut. Die Kirchenpflege hält aber unter der heutigen Voraussetzung einen Neuanfang als die für Pfarrer und Kirchgemeinde beste Option. Damit entfällt die Pfarrerwahl.

Pfarrer Mack war im Juni dieses Jahres vom Bezirksgericht Zofingen von Schuld und Strafe freigesprochen worden. Vorgeworfen worden waren ihm Verfehlungen gegenüber seiner Tochter. (az)