«Wir bauen nicht für die Gemeinde und wir bauen nicht für die Grundeigentümer, sondern wir bauen für die Zukunft», sagte Gemeindeammann Roland Frauchiger vor dem eigentlichen Spatenstich am späteren Freitagnachmittag in der Breiti im Thalner Unterdorf. Die vielen Fragen rund um die Parzellengrössen für die Überbauung dieser Wiese, die Freilegung des Hägibachs und die Erschliessung hatten während Jahren unzählige Arbeitsstunden verursacht sowie für intensive Diskussionen und auch mal rote Köpfe gesorgt, so Frauchiger weiter. Doch nun gelte es, nach vorne zu blicken. Auf der Fläche, die mehreren Grundeigentümern und Erbengemeinschaften gehört, entsteht in den nächsten Jahren ein neues Quartier mit Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Platz für bis über 100 Personen

Das ist ganz im Sinne des Gemeinde. Denn: Um auch in Zukunft alle Aufgaben meistern zu können, strebe die Gemeinderat ein moderates Wachstum an, betonte der Gemeindeammann. Da es in dieser Bauzone vorerst um die Erschliessung geht und noch keine konkreten Bauprojekte bestehen, konnte Frauchiger nicht sagen, ob dereinst nur 50 oder sogar über 100 Personen ihr neues zu Hause in der Breiti haben werden. Der Gestaltungsplan sieht zudem vor, dass der Volg-Laden sein Domizil in dieses Quartier verschieben wird.

So richtig los geht es mit den Erschliessungsarbeiten, die mit dem Spatenstich symbolisch ihren Anfang fanden, am Montag, 29. Juni. Reto Porta vom Ingenieurbüro Porta Nord AG in Brugg rechnet mit einer neunmonatigen Bauphase bis Ende März 2016.

Offener Bach mitten durchs Quartier

Es ist mit viel Betrieb und Lärm zu rechnen. «Das ist kein normales Bauwerk. Die Bachöffnung ist eine grosse Herausforderung», sagte Porta. Der eingedolte Hägibach wird umgeleitet und auf einer Länge von 183 Meter offengelegt, sodass er künftig mitten durch das neue Quartier fliessen wird.

Der Ingenieur sprach von 4500 Kubikmeter Aushub, von 500 Tonnen Belag, der für die Ringstrasse eingebaut wird, sowie von insgesamt 237 Meter Trinkwasserleitung, die verlegt wird. Die Grundeigentümer müssen sich gemäss Beitragsplan an den Kosten beteiligen.